Kosmische Harmonik und die neue
gesellschaftliche Ordnung des Ethos der Liebe
Von
Klaus Jaeger; 07.11.2007
„Kosmische Harmonik und Politik? Das passt
ja überhaupt nicht zusammen.“ Antwort: „Sie irren, wie gezeigt werden wird. Es
gibt einen Zusammenklang; es gibt überwältigende Beweise für den
harmonikalen Zusammenhang in allen Formen des Seins . “
Es werden hier die Grundlagen einer neuen
Gesellschaftslehre vorgelegt, die gleichwohl so neu nicht sind, wenn wir uns die
Weisheiten der bekannten Menschheitsgeschichte in Erinnerung rufen und ihre
inhaltlichen Analogien mit neuesten Entdeckungen der Naturwissenschaften
gewärtigen.
Positionsangabe des Autors
Gezeigt wird der Zusammenklang hier
philosophisch, im Sinne unseres großen Friedrich Schiller. Er charakterisierte
das Verhalten des Philosophen – im Gegensatz zu dem des Brotgelehrten –
folgendermaßen: > Wie ganz anders verhält sich der philosophische Kopf ! –
Ebenso sorgfältig, als der Brotgelehrte seine Wissenschaft von allen übrigen
absondert, bestrebt sich jener, ihr Gebiet zu erweitern und ihren Bund mit den
übrigen wiederherzustellen – herzustellen sage ich, denn nur der
abstrahierende Verstand hat jene Grenzen gemacht, hat jene Wissenschaften
voneinander geschieden. Wo der Brotgelehrte trennt, vereinigt der philosophische
Geist. Frühe hat er sich überzeugt, daß im Gebiete des Verstandes wie in der
Sinnenwelt, alles ineinander greife, und sein reger Trieb nach Übereinstimmung
kann sich mit Bruchstücken nicht begnügen. Alle seine Bestrebungen sind auf
Vollendung seines Wissens gerichtet; seine edle Ungeduld kann nicht ruhen, bis
alle seine Begriffe zu einem harmonischen Ganzen sich geordnet haben, bis er im
Mittelpunkt seiner Kunst, seiner Wissenschaft steht und von hier aus sein Gebiet
mit befriedigtem Blick überschauet.<
[1]
Das harmonische Ganze ist auch für mich das
Ziel des Philosophen. In diesem Sinne, für dieses Ziel arbeite ich.
Das harmonische Ganze trägt für mich in der
Politik den Namen „Das Ethos der Liebe“.
Philosoph zu sein bedeutet, das Seinsganze
naturwissenschaftlich und geisteswissenschaftlich zu untersuchen im Bewußtsein,
dass es sich bei dieser Trennung, in zwei scheinbar sich widersprechende
Wissenschaften, nur um eine theoretische Trennung handelt, die der Handhabung
spezieller Probleme dient. In Wahrheit liegt, wie auch alle modernen
Quantenphysiker bestätigen, der Vielfalt des sinnlich Wahrnehmbaren Einheit zu
Grunde.
In diese philosophische Arbeit fließen
moderne Erkenntnisse aus Astronomie, Musik, Physik, Chaosforschung, - kurz:
Erkenntnisse aus den fortgeschrittensten Naturwissenschaften des Abendlandes,
aber auch Wissen und Weisheit aus vielen Kulturen der Menschheit ein,
insbesondere die des östlichen Denkens.
Darstellung des Zusammenklangs
In meinem Aufsatz zur Begründung des
absoluten Folterverbotes habe ich im Abschnitt „Weitere Zusammenhänge“ die
Frage gestellt, wie es sein kann, dass Musik die Menschen überall auf der Erde
und quer durch die Kulturen verbindet, wenn doch, wie manche Leute behaupten,
Alles nur Materie sei , wenn das Universum nur wie ein gigantisches Uhrwerk sein
soll ? ; wie es sein kann, dass etwas so immaterielles wie Musik durch alle
Zeiten und von allen Völker, allen Kulturen gepflegt wurde, gespielt wird und
auch in Zukunft aufgeführt werden wird?
Musik wird als die Weltsprache der Herzen
bezeichnet; Musik sagt mehr als Tausend Worte – aber woran liegt es?
Die Antwort nehme ich hier schon mal vorweg:
es liegt, wie bewiesen ist, an den harmonikalen Gesetzen, nach denen sowohl die
Galaxien, als auch die Elektronen und Moleküle, die Pflanzen, Tiere und Menschen
gebildet sind und klingen.
Diese, zuerst geahnte, dann später
bestätigte, musikalische, tatsächliche, immaterielle Verwandtschaft (
oder: Gemeinsamkeit) der Menschheit schien mir zu zeigen, dass es über die
gemeinsamen materiellen Interessen ( das Rationale, Reduktionistisch –
Materielle) hinaus, auch immaterielle Verwandtschaft und damit auch
Gemeinsamkeiten der Menschheit gibt, die ethisch das absolute Folterverbot
des Staates rechtfertigen. Aber nicht nur das absolute Folterverbot, sondern
auch andere, unverrückbare ethische Standpunkte wie z. B. die Allgemeinen
Menschenrechte.
Ethik gibt uns Auskunft über unverrückbare
Ordnung und so gibt sie uns auch in Zweifelsfragen Orientierung im Leben; die
unverrückbare, musikalische (wie hier gezeigt werden wird) Ordnung des Kosmos
und seiner Lebewesen sollte sich in der Ordnung, die sich die Menschen geben,
spiegeln. Denn der Ordnung des Kosmos zu folgen, kann für gesellschaftliche
Wesen, die im Kosmos leben, die sogar kosmische Wesen sind, nur
gut sein, wenn wir unter > gut < den geordneten, harmonischen Lebenserhalt
verstehen und den gerechten, harmonischen Interessenausgleich des Individuums
und der Gesellschaft.
Die menschliche Gesellschaft, die
unauflöslich eingebettet in den natürlichen Kosmos ist, nach den gefundenen
harmonischen Strukturen eben dieser ewigen Natur einzurichten, kann nur im
Interesse des harmonischen Lebens der Menschheit und ihrer Zivilisation sein.
Die Spiegelung der kosmischen, natürlichen
und musikalischen Ordnung des Seins, in seinen harmonikalen Strukturen, von
den Makro- und Mikroebenen bzw. Strukturen des Lebens, auf die ethische und
gesellschaftliche Ebene ist der politische Aspekt und der Zusammenhang zwischen
der Musik und der Politik, zwischen der kosmischen Harmonik und dem Ethos der
Liebe. Die aristotelische Kausallogik versagt in der Darstellung dieses
Zusammenhangs, aber die analoge Logik, das Denken in Ähnlichkeiten, und das
kybernetische Denken ( in Regelkreisen) helfen hier weiter, wie wir später hier
sehen werden.
Die Ethik des Ethos der Liebe
orientiert sich nicht an Bruchstücken des Seins, sondern am Seinsganzen , an
der Natur und den ihr inne wohnenden Gesetzmäßigkeiten selbst. Eine
Gesellschaftsphilosophie allein wäre bruchstückhaft, wie ihr Name bereits sagt:
Gesellschafts-Philosophie, denn diese schließt die Natur aus; Philosophie
nimmt Schaden und bringt Schaden, wenn sie sich nicht am Seinsganzen
orientiert.
Das Ethos der Liebe, als dem
grundlegendem Ethos des Universums, weil es strukturbildend ist, wird nicht nur
von mir vertreten; neben den Weltreligionen Christentum, Buddhismus und
Hinduismus und ihren zahllosen Variationen vertraten auch individuelle geistige
Giganten, z. b. Dante Alegheri, der Verfasser der Göttlichen Komödie, und
Arno Plack, Philosoph, Historiker, Jurist u. Sozialwissenschaftler ausdrücklich
dies Ethos[2].
Auch ein zeitgenössischer Atomphysiker, der Franzose Jean E. Charon[3],
ist auf Grund seines Wissens der Überzeugung , dass Liebe selbst auf der
ewig schwingenden , tönenden Seins-Ebene der unsterblichen Elektronen die
natürlicheund freiwilligeVerbindung zwischen den
Elementarteilchen bewirkt; auch die Mehrheit der Künstler aller Jahrhunderte
und Kulturen haben sich zu diesem Ethos bekannt.
Die Liebe empfinden wir als schön. Vieles,
was wir als schön empfinden, gehorcht den Gesetzen des Goldenen Schnittes.
Der Goldene Schnitt ist ein Sext-Phänomen, ein in der Musik und im Kosmos
besonders wichtiges Intervall.
Wir finden es äußerst häufig in den Prozessen
und Phänomenen, die sich zwischen dem Anorganischen und dem organischen Sein
abspielen; z. B. bei dem Prozess der Photosynthese; aber auch beim Menschen,
beim wohlproportionierten Menschen sind die Regeln des goldenen Schnittes
strukturgebend, wie wir sehen werden.
Tatsächlich spielt hier das Sein Musik
. Es spielt nach den harmonikalen Gesetzen und der Wahlfreiheit, die selbst
Elektronen haben.
Um Ihnen , liebe Leser, eine Pause zur
Verarbeitung des gerade Gelesenen zu gönnen, schlage ich vor, dass Sie sich nun
dem Hören widmen. Dazu habe ich von Joseph Haydn einen Ausschnitt aus seinem
Werk „Die Schöpfung“ hier eingearbeitet: > Sonnenaufgang < und > Die Himmel
erzählen< . Wie wir später hier erfahren werden, erzählen die Himmel tatsächlich
– in der ihnen eigenen Sprache.
Das Video ist „nur“ zum anhören.
[ Video eingebunden von youtube.com ]
Alles Zufall ?
Dem voraus zu sehenden Einwand der
reduktionistischen Rationalisten, der Zufall habe seine Hand im musikalischen
Spiel der Schöpfung, sei hier bereits widersprochen. Was es mit der
Wahrscheinlichkeit, es handele sich hier um Zufall, auf sich hat, werde ich
später in diesem Aufsatz behandeln. Dieser Zufall wäre, wenn wir allein die nur
vermutete, aber nie schlüssig bewiesene Darwin’sche „Evolution“ des menschlichen
Auges betrachten, oder den gesamten menschlichen Körper mit seinen sinnvoll
kooperierenden Sinnen und Organen, absurd klein. Dies lehrt uns, wie wir sehen
werden, die Mathematik. Für die Darwinsche Evolutionstheorie sprechen zwar
verschiedene Hinweise, aber es sprechen, wissenschaftlich betrachet, auch viele
Hinweise gegen die Evolution des Menschen aus dem Affen. Hier sei als Lektüre
das Buch: „Verbotene Archäologie“[4]
empfohlen. Dort ist eine überwältigende Menge an Beweisen zusammen getragen, die
gegen die Evolutionstheorie sprechen.
Nun ist die Antwort auf die oben gestellten
Fragen wiedergefunden. Zur Erinnerung, die Fragen lauteten:
> Wie kann es sein , dass Musik die Menschen
überall auf der Erde und quer durch die Kulturen verbindet, wenn doch, wie
manche Leute behaupten, alles Sein nur Materie sei , wenn das Universum nur ein
gigantisches Uhrwerk sein soll, wie es die mechanistisch-reduktionistischen
Wissenschaftler behaupten, die wähnen, mittels der Newton’schen Gleichungen und
der aristotelischen Logik schlicht Alles berechnen zu können (den Beweis aber
nicht antreten können) ? ; wie kann es sein, dass etwas so immaterielles wie
Musik durch alle Zeiten und von allen Völker, allen Kulturen gepflegt wurde,
heute überall gespielt wird und auch in Zukunft von Menschen aufgeführt werden
wird ?“
Antwort:
Der Kosmos ist Musik. Weltmusik. Weltklang. Ihrer Natur nach ist
die Welt und alles Leben darin in harmonikalen Mustern und Gesetzen verfasst.
Alles tönt, singt, die Galaxien, die Planeten, die Sterne selbst spielen
Melodien und Rhythmen.
Dies ist eine der größten Entdeckung der
Neuzeit, nach allen Regeln der Vernunft und Einsicht in den Kosmos gewonnen und
bewiesen, wie hier und in dem Werk NADA BRAHMA mit vielen Quellenangaben und
Zeugen gezeigt wird. Das muss man sich mal deutlich machen: nicht nur Planeten,
sondern selbst Grashalme haben Töne, jeder einen eigenen. Mit Apparaten ist
heute jedermann dazu in der Lage, diese Musik zu hören.
Über die Abgründe der Zeit können wir auch
heute noch die Musik der Antike, des Mittelalters, der Renaissance, des Barock
usw. genießen und sie wird immer wieder gepflegt, gespielt – und tut ihre
Wirkung: Menschen tanzen und singen, alle Menschen aller Kulturen und Zeiten;
dies ist musikalische Verbundenheit. Die musikalische Verbundenheit der
Menschheit untereinander wird bewirkt durch ihre elementare, musikalische
Verwandtschaft miteinander. Das ist wörtlich zu verstehen: Verwandtschaft
auf allen Ebenen des Seins, von der unseren Kosmos prägenden musikalischen
Makrostrukturen der Planetenbahnen, der Planetendrehungen, der Galaxien, bis zu
den ihnen harmonikal verwandten Mikrostrukturen der Moleküle, Atome und
Elementarteilchen. Diese Analogien, oder besser gesagt, diese kosmische
Verwandtschaft durch den Klang von allem Sein mit allem anderen Sein,
allen Lebens mit allem anderen Leben erstreckt sich auch auf die chemische und
sprachliche Ebene, aber auch auf die genetische, mathematische, künstlerische,
ästhetische und die Quantenebene.
Alle diese Seinsstrukturen existieren, wie
wir sehen werden, in der unserer Musik analogen harmonikalen Strukturen ,
Mustern, Schwingungen, pattern , Tonverhältnissen und, neben diesen
Tönen, sogar in Rhythmen. Schwingung ist Ton, wie jedermann am Schwingen der
Saite einer Gitarre oder Violine, eines Basses oder eines Klaviers selber
beobachten kann. Oder spüren Sie dem Schwingen Ihrer eigenen Stimmbänder nach.
Ihr Herz, lieber Leser, schlägt einen Rhythmus, es tönt; mittels EEG können
Hirnaktivitäten sichtbar gemacht werden – als Wellenformen. Genug dieser
Beispiele…
Eine Melodie besteht, musiktheoretisch
betrachtet, aus Tönen, der Tonhöhe und den Verhältnissen zwischen diesen Tönen;
diese Töne haben wir theoretisch–sprachlich voneinander getrennt, in Wahrheit
aber bilden sie alle eine Melodie.
Der Klang des Kosmos
Der gesamte Kosmos, alles organische Leben
und sogar die anorganischen Materie-Strukturen schwingen tonal und rhythmisch;
wenn man den Melodiebegriff etwas abstrakter fasst, als er gemeinhin verstanden
wird, könnte man sagen : sie sind die Melodien des Lebens. Melodien, die
gehört werden können. Unser erster Zeuge dafür ist Professor Dr. Kippenhahn vom
Max-Plack-Institut für Astrophysik in Garching bei München. Er bat seine Zuhörer
in einem Vortrag, sich ein Gerät vorzustellen, das die gesamte aus dem Weltall
kommende Strahlung in hörbaren Schall umwandelt. Es würden im Gegensatz zu
veralteten Vorstellungen, die im Universum nur absolute Stille wähnten, >
nun die inzwischen neu entdeckten Quellen das Hörbild vom Weltall bestimmen.
Über dem gleichmäßigen Rauschen hört man das sich gegenseitig überlagernde
Ticken der Pulsare, den tiefen Brummton des Krebs-Pulsars, dessen Pulse das Ohr
nicht mehr einzeln hören kann, und dazwischen schießen andere Röntgenquellen
ihre Garben ab, wie etwa die Quelle MXB 1730-335, die aus einem Kugelsternhaufen
heraus sehr energiereiche Pulse aussendet, vielleicht ein Dutzend, mit Abständen
von 10 bis 20 Sekunden aufeinander folgend, dann wieder für Minuten aussetzend,
bis die neue Sequenz abgefeuert wird. Es rauscht nicht nur im Weltall, es tickt
und trommelt, es summt und knattert. Wahrscheinlich sind es vor allem die
Neutronensterne, die für diesen Lärm verantwortlich sind, den unser gedachter
Apparat aus der vom Weltall kommenden Strahlung an unser Ohr weitergibt. <
[5]
Hier folgt nun ein Film, der mittels
aufgenommenem Bild- u. Tonmaterial der Raumsonde Voyager produziert wurde und
der die Klänge des Planeten Jupiter hörbar macht.
[Film: Jupiter Sound eingebunden von
youtube.com]
> Daß der Kosmos voller Klang , voller Sound
ist – diese Entdeckung verdanken wir der modernen Radioteleskopie. Die
Amerikaner J. Lichtman und Robert M. Sickels bemerken dazu in ihrem > Amateur
Radio Astronomer’ s Notebook < : „Die Wissenschaft der Radioteleskopie hat eine
ganz neue Dimension des Universums enthüllt. Die Tiefe des Kosmos ist dadurch
ein lautstarkes Gezisch und Gezischel von Sounds geworden – Sounds, die durch
plötzliche Veränderungen der molekularen und atomaren Energie explodierender
Gase – zum Beispiel von neugeborenen Sternen – entstehen…Aber auch der riesige
Planet Jupiter … produziert seine ganz besonderen Geräusche, riesige, schnelle
Seufzer wie das intensive Röhren einer fernen Brandung – Stürme wahrhaftig, die
in ihrer Intensität des Gottes würdig sind, dessen Namen der Planet trägt.
Aber auch die Sonne macht ihre
Geräusche…zischende, krachende Klänge, wenn sie im Zustand relativer Ruhe ist,
aber brüllende Laute von beängstigender Intensität, wenn sie … riesige Mengen
von Materie in den Raum spuckt.<[6]
Ich zitiere jetzt nicht weiter aus dem, in
Fußnote 5 genannten, Buch die verschiedenen Klänge der Pulsare, der Sternennebel
und Planeten, Sonnen und Galaxien.
Alles im Universum befindet sich in Bewegung,
in Schwingung. Alles im Universum klingt. Dies tut es bevorzugt in den
Harmonikalen Grundgesetzen.
Doch sei hier vor dem Abschnitt über die
Harmonikalen Grundgesetze noch ein Zitat aus dem FAUST von J. W. Goethe genannt.
Goethe im Prolog zum Faust:
> Die Sonne t ö n t nach alter
Weise
in Brudersphären Wettgesang,
und ihre vorgeschriebene Reise
vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
wenn keiner sie ergründen mag;
die unbegreiflich hohen Werke
sind herrlich wie am ersten Tag. <
Übrigens ist das Werk > Faust < auch eine
Kritik am Kausaldenken der Logik des Aristoteles; auf dieser Logik aber beruht
das > Mainstream < Denken des Abendlandes, der Rationalismus - und damit auch
das Profitsystem.
Exkurs Logik 1.
Zur Erinnerung: die Logik des Aristoteles
beruht auf
- dem Satz der Identität ( a = a) ;
- dem Satz vom Widerspruch ( a kann nicht
gleich Nicht-a sein ) ;
- und dem Satz vom ausgeschlossenen Dritten (
a kann nicht sowohl a wie Nicht-a sein).
Neben dieser Aristotelischen Logik gilt –
seit alters bekannt – die so genannte paradoxe Logik. Sie postuliert, dass a und
Nicht-a gleichermaßen Prädikate von X sein dürfen.
Der philosophische Meister Dschuang Dsi
sagte. > Was Eines ist, ist Eines. Was Nicht-Eines ist, ist ebenfalls Eines. <
Erich Fromm: > Die paradoxe Logik herrscht im
chinesischen und indischen Denken, in der Philosophie Heraklits [ Anm. Jäger:
Alles fließt; Alles befindet sich im Fluß; Alles schwingt demnach und tönt; Was
fließt, erzeugt Klänge, wir können es hören.) und ferner in den Gedanken Hegels
vor. <
Mit anderen Worten: > Die Unterscheidung
zwischen Subjekt und Objekt gibt es nur solange, als das Ich-Bewußtsein
vorhanden ist. < Diesen Satz werden alle Quantenphysiker auch unterschreiben
können; er stammt aber von HAKUIN, einem ZEN-Meister der ersten Hälfte des 18.
Jahrhunderts und dieser Satz wurde von dem deutschen Physiker Heisenberg Anfang
des 20. Jahrhunderts mit der Unschärferelation auch physikalisch schlüssig für
alle Quantenphysiker formuliert und bewiesen.
Andere Formen des Denkens sind uns aber auch
bekannt. Wir kennen:
- das analoge Denken, also das
vergleichende;
- das kybernetische Denken in
Regelkreisen;
- das teleologische Denken, das auf
Ziele gerichtet ist.
Alle diese Formen des Denkens liefern aber
wissenschaftlich genau so korrekte Ergebnisse wie das aristotelische
Kausal-Denken.
Die östliche Logik baut auf einer vierfachen
Logik auf:
1. es ist;
2. es ist nicht,
3. es ist und ist nicht,
4. es kann von ihm weder gesagt werden, daß
es ist, noch daß es nicht ist.
In anderen Worten postuliert sie vier
Möglichkeiten:
1. Sein oder Existenz eines Objektes;
2. Nicht-Sein oder Nicht-Existenz;
3. Sein sowohl als Nicht-Sein;
4. Weder Sein noch Nicht-Sein.
Über die Konditionierung des westlichen
Denkens durch die Sprache und die aristotelische Logik ist an anderer Stelle
bereits viel gesagt, s. Fußnote 5.
Das aristotelische Kausal-Denken übersieht
geflissentlich die vitalen, nachgewiesenen Zusammenhänge des Lebens , allen
SEINS, um genau zu sein. Weil das Kausal-Denken außer sich selbst kein Absolutes
– überhaupt nichts – kennt, ist ihm alles verhandelbar.
Mit anderen Worten: Das Profitdenken
kennt außer sich kein Absolutes – so ist ihm alles verhandelbar, - selbst
die Menschenrechte oder DIE Voraussetzung menschlichen Lebens: die Erde.
Für das Verständnis der Harmonikalen
Zusammenhänge im Universum und in unseren Körpern wird sich das Analoge
Denken als äußerst fruchtbar erweisen.
Ich weise an dieser Stelle auf den Exkurs
Logik 2 hin, der sich am Ende dieser Arbeit befindet. Dort habe ich mich
weiter mit der indischen Logik beschäftigt.
*
* Zur Einstimmung:
> Schläft ein Lied in allen Dingen,
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst Du nur das Zauberwort. <
Joseph Karl Benedikt von Eichendorff
(* 10. März 1788 Schloss Lubowitz bei Ratibor,
Oberschlesien; † 26. November 1857 in Neisse) war ein bedeutender Lyriker und
Schriftsteller der deutschen Romantik.
Die Harmonikalen Grundgesetze
> Der 1964 in Bern verstorbene Hans Kayser
ist der Begründer der Harmonikalen Lehre als Wissenschaft […] . Eines
seiner bekanntesten Werke , 1946 erschienen, heißt > Akroasis < - von Griechisch
> Anhörung < im Gegensatz zur > Aisthesis <, der Anschauung. Die Welt, wie sie
wirklich ist, so Kayser, ist eher durch Hören als durch Sehen zu erfassen. In
diesem Werk schreibt Kayser: > Der Begriff der Sphärenharmonie ist so alt wie
die Bewusstwerdung des Menschen. Zuerst Mythos, dann Astralsymbolik und
integrierender Bestandteil fast der gesamten Menschheitsdichtung, wird er zur
Voraussetzung der Astrologie und der beginnenden astronomischen Forschung aller
alten Völker. Erst mit Kepler erhält er jedoch eine Fundamentierung, die ihn des
bloßen Glaubens enthebt und in das moderne wissenschaftliche Denken einordnet.
In seinem Hauptwerk, > De Harmonice Mundi <, einem Werk, welches Kepler als sein
wichtigstes bezeichnete und welchem er zeitlebens seine besondere Liebe
zuwandte, weist er mit einem umfangreichen, heute noch im wesentlichen gültigen
Material nach, daß zwischen den Geschwindigkeiten der Planeten untereinander
eine große Anzahl musikalischer Harmonien bestehen. … Es ist aber für Kepler
bezeichnend, daß gerade diese, von uns heute als einzig wertvolles der >
Harmonice Mundi < noch anerkannte Entdeckung, nur als eine neben vielen anderen
> Harmonien < in seinem Werke genannt wird. Wir tun Kepler völlig unrecht, und
verbauen uns selbst das tiefere Verständnis für ihn und sein Wollen, wenn wir
seine Harmonik nur als eine Anregung bezeichnen, über welche wir eigentlich
möglichst rasch zur Tagesordnung überzugehen hätten…
Wer das Werk Kepler gelesen und sich von
seiner Begeisterung hat mitreißen lassen, für den sind seine harmonikalen
Proportionen seelische Wirklichkeiten, und er weiß: Hier geht es
nicht um … praktische Nutzanwendungen, sondern um das wahrhaft erschütternde
Erlebnis eines > tat tvam asi < : „Das bist Du !“ , da oben sind Kräfte und
Gestalten an den Himmel geschrieben, die in deiner eigenen Seele tönen, die dich
innerlich aufs stärkste angehen und ebenso wie dein ureigenstes Ich der Gottheit
angehören!.<
Und Johann Kepler selbst: > Gib dem Himmel
Luft, und es wird wirklich und wahrhaftig Musik erklingen. Es gibt einen >
Consentus Intellectualis < , eine > geistige Harmonie < , an der reine
Geistwesen und in gewisser Weise auch Gott selbst nicht weniger Genuß und
Ergötzen empfinden als der Mensch mit seinem Ohr an musikalischen Akkorden. < [
zitiert aus: siehe Fußnote 6]
Keplers Text kann man nachlesen in: Johann
Kepler, Gesammelte Werke, (Beck, München 1938)
J. E. Berendt weiter:
> Kepler ging als erster von elliptischen
Planetenbahnen aus. Erst dadurch wurde deutlich, wie exakt die harmonikalen
Beziehungen in unserem Sonnensystem sind. Gott wurde zum kosmischen Tonmeister.
Er habe, so Kepler, die Planeten bewogen, die zunächst ja doch auf der Hand
liegenden einfachen Kreisbahnen zu verlassen und ihre so auffällig
komplizierteren elliptischen Bahnen zu wählen, um auf diese Weise um so schönere
klänge produzieren zu können. Auffällig ist in der Tat nicht nur, daß die
Planeten sich in elliptischen Bahnen bewegen, sondern daß sie aus der
unendlichen Fülle möglicher Bahnen genau die gewählt haben, die in den einfachen
Proportionen der Obertonreihe unserer > irdischen < Musik schwingen und
klingen.
Die Obertonreihe, die entsteht, wenn man ein
auf C gestimmtes ventilloses Horn anbläst oder wenn man den Flageolett-Tönen der
C-Seite einer Bratsche nachhorcht, entspricht bestimmten Verhältnissen in den
Umlaufbahnen der Planeten.
Anm. Berendt’ s: Die Obertonreihe
entspricht bestimmten Verhältnissen in den Umlaufbahnen der Planeten. Die
Beziehungen gehen zwar aus dem Werk Keplers hervor, aber exakt nachgewiesen hat
sie erst Prof. Rudolf Haase in seinem Werk > Der messbare Einklang <, Edition
Alpha, Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1976. [ Der interessierte Leser sei an
dieser Stelle nochmals auf NADA BRAHMA hingewiesen, wo man die Fülle der
veröffentlichten Werke Prof. Haase’ s findet, bzw. auf dessen Werke selbst.]
Berendt weiter: > Den harmonikalen
Ausführungen von NADA BRAHMA liegen die Werke von Hans Kayser, dem eigentlichen
Begründer der harmonikalen Wissenschaft, und von Rudolf Haase zu Grunde. Es kam
mir darauf an, die harmonikalen Befunde so einfach und übersichtlich wie möglich
darzustellen. Gewisse Vereinfachungen waren dabei unvermeidlich. Verzichtet
werden mußte auf die zahlreichen Theoreme, Axiome und Berechnungen, mit denen
die Fachleute der harmonikalen Wissenschaft ihr Werk (versehen mit einem
detaillierten Aufwand an Tabellen und Graphiken) begleiten. <
> Dies ist die Obertonreihe – die eigentlich
> natürliche < Leiter aller Musik:
[ Anm. Jäger: die Notenschrift, die im Buch
ist, kann hier leider nicht dargestellt werden ]
Das an dieser Leiter immer wieder neu
überraschende liegt in den darunter, bzw. darüber gesetzten Ziffern. Sie nämlich
machen deutlich, daß der jeweils folgende Ton der Leiter um jeweils genau
eine ganze Zahl schneller schwingt als der vorangehende. Das heißt also, um
ein Beispiel zu geben, der fünfte Ton der Leiter – ein e – macht
fünfmal soviel Schwingungen wie das C, mit dem die Leiter beginnt.
Entsprechend sind auch die räumlichen Verhältnisse auf dem Monochord: um
den fünften Ton , das e, zum Erklingen zu bringen, wird nur ein Fünftel der
vollen Saitenlänge benötigt – bis hin zum hohen c, das nur ein Sechzehntel der
Saite braucht. Wenn wir also eine Saite in 12 gleiche Abschnitte teilen und
diese Saite auf die Längen 6, 8 und 9 verkürzen, (Verkürzung: 12:6 = 2 :1 ; 12
:8 = 3:2 ; 12:9 = 4:3 ), dann erhalten wir bei der Verkürzung um die Hälfte: die
Oktave; um zwei Drittel: die Quinte; und um vier Drittel die Quarte etc. Das ist
gemeint, wenn im Folgenden immer wieder von den > ganzen Zahlen< der
Obertonreihe die Rede sein wird.
Nach der Obertonreihe wollen wir uns gleich
auch mit den Intervallproportionen bekannt machen (denn auch sie werden im
weiteren Verlauf des Buches immer wieder benötigt) :
Oktave 1:2
Quinte 2:3
Quarte 3:4
Große Sexte 3:5
Große Terz 4:5
Kleine Terz 5:6
Kleine Sexte 5:8
-----------------------
Kleine Septime 5:9
Große Sekunde 8:9
Große Septime 8:15
Kleine Sekunde 15:16
Tritonus 32: 45
Sofort fällt eine Grundregel auf: Je
niedriger die Zahlenverhältnisse, um so stärker die Konsonanz, um so >
harmonischer < der Zusammenklang. Wir werden bemerken, daß dies nicht nur eine
musikalische, sondern eine kosmische Grundregel ist. Die gestrichelte Linie
bezeichnet in etwa die Grenze, an der konsonante in dissonante Klänge übergehen
(versteht sich, dass dies ein gleitender Übergang ist) . Wir werden bemerken,
daß in den Proportionen des Makrokosmos, des Mikrokosmos und unserer irdischen
Welt die konsonanten Zusammenklänge – Proportionen also vorwiegend aus niedrigen
ganzen Zahlen – bei weitem überwiegen, ja der weitaus häufigste Zusammenklang
ist auch der harmonischste: die Oktave, das Verhältnis 1:2, einer Proportion,
die seit je auch benutzt wird, um die Polarität der Welt zu bezeichnen: YIN und
YANG, weiblich und männlich, himmlisch und irdisch etc. Diese > Ur-Polarität <
ist also gleichsam > an den Himmel geschrieben < .
Aber sie ist auch > in unsere Ohren
geschrieben <. Alle die Klänge und Klangverhältnisse , die wir in so
überwältigender Fülle im Makro- und Mikrokosmos und in unserer menschlichen Welt
– und Musik ! – finden werden, entsprechen, wie Rudolf Haase gezeigt hat, der
natürlichen Disposition unseres Gehörs.
Insgesamt gibt es sieben harmonikale
Grundgesetze, die gleichermaßen in unsere Ohren wie in Makro- und Mikrokosmos
geschrieben sind…[…] :
1. die Obertonreihe
2. die Intervallproportionen
3. Die Teilung des Oktavraumes in 12
Halbstufen
4. die Unterscheidung von Konsonanz und
Dissonanz, wobei die Konsonanz um so größer ist, je niedriger die
Zahlenverhältnisse sind;
5. die Unterscheidung von Dur und Moll, wobei
Dur Proportionen bei weitem überwiegen;
6. Die Dominanz der 1:2 Polarität – der
Oktave;
7. Das Gesetz des Lambdoma ( einer in Form
des griechischen Buchstaben Lambda angeordneten Zahlenkolonne, deren rechter
Schenkel jeweils um eine ganze Zahl von 1 bis Unendlich steigt, während der
linke Schenkel jeweils die Brüche dieser gleichen ganzen Zahlen enthält, so daß
die Koordinaten des offenen, gleichschenkeligen Lambda Dreiecks der Ober- bzw.
Untertonreihe folgen). Hans Kayser und Rudolf Haase sind den Verzweigungen des
Lambdoma in den verschiedensten Bereichen nachgegangen, haben sie exakt
berechnet und Entsprechungen zu ihm in Physik, Akustik, Arithmetik, Geometrie,
Kristallographie, Kybernetik, Religionswissenschaft und Philosophie gefunden.
Rudolf Haase hat diese Entsprechungen auf das System des I Ging und des
genetischen Codes ausgedehnt, so daß sich nachgerade der Eindruck einer
Allgegenwärtigkeit des Lambdoma bestätigt.
[ Anm. v. Jäger Achten Sie bei dem Film „The
Universe from Hubble“ einmal auf die Spiralarme unserer Galaxie. Sie sind wie
die beiden „Schenkel“ des Lambdoma. Es handelt sich hier um eine physische
Materialisation der mathematischen Darstellung. Mit anderen Worten: eine
Analogie. Es empfiehlt sich, den Film auf die ganze Grösse des Bildschirms zu
schalten. ]
[ Film eingebunden von youtube.com]
Es ist hier nicht der Ort für mathematische
Darlegungen; vor allem Hans Kayser und Rudolf Hasse haben sie geleistet – in
einem umfangreichen, von Tabellen, Graphiken und Berechnungen überquellenden
Lebenswerk. Wichtig für unseren Zusammenhang ist vor allem zweierlei: daß die
sieben genannten Gesetze auf dem Ur-Gesetz der ganzzahligen Quanten ( wie es
einerseits die Obertonreihe, andererseits die Quantentheorie der theoretischen
Physik deutlich macht) basieren. Und daß alle sieben Gesetze auf verhältnismäßig
einfache Weise am Monochord demonstriert werden können, also auf dem aus einer
einzigen Saite bestehenden Musikinstrument, an dem bereits die Pythagoräer im
alten Griechenland ihre Versuche gemacht haben und auf das sich auch Platon
bezog, als er in seinem Dialog > Timmaios < erkannte, daß die „Weltseele“ eine
Tonleiter ist. <
[…]
> Nicht nur die Planetenbahnen selbst,
sondern auch die Verhältnisse innerhalb der Umlaufbahnen gehorchen harmonikalen
Gesetzen – und zwar in einer Fülle, die weit hinausgeht über das statistisch
Wahrscheinliche. Francis Warrain hat berechnet, daß von den 78 Tönen, die durch
die verschiedenen Planetenproportionen gebildet werden, 74 der Dur-Tonleiter
angehören (und zugleich der Diatonik) – wahrhaft ein überwältigendes Ergebnis,
das durch keinen wie auch immer gearteten Zufall erklärt werden kann.
Besonders interessant ist es, daß auch, wenn
sich die Planetenbahnen verändern, (was ständig der Fall ist) die Winkel der so
genannten Aphels und Perihels, der Extrempunkte einer elliptischen Planetenbahn,
zur Sonne nahezu unverändert erhalten bleiben. Aus diesen Winkeln aber errechnen
sich die harmonikalen Verhältnisse. Abgesehen von geringfügigen Verschiebungen
tönt also das Planetensystem über die Jahrtausende hinweg in den gleichen
überwiegend harmonischen Dur-Klängen. Es ist mehr als metaphorische
Ausschmückung, wenn Dichter – und überhaupt sensiblere Menschen – beim Anblick
des gestirnten Himmels immer wieder und über die Jahrhunderte hinweg ein >
inneres Klingen < empfunden haben.
[Film: > Universe Nebula <
eingebunden von youtube.com]
Ein inneres Klingen ist es um so mehr, als es
tatsächlich auch unser eigenes Klingen ist – einerseits in dem bereits
angedeuteten Sinn, daß es die Disposition unseres Gehörs ist, in die alle diese
Klänge eingeschrieben sind, zum andren aber auch insofern, als alle die >
Aspekte < , die sich harmonikal-mathematisch ergeben, auch astrologische Aspekte
sind. Bernward Thiel, Astrologe und Therapeut an Graf Dürckheims
existentiell-psychologischer Begegnungsstätte in Rütte im Hochschwarzwald,
machte mich darauf aufmerksam, daß die Aspekte der klassischen Astrologie >
selbstverständlich auch harmonikal verstanden werden können>. […] Das Horoskop
eines Menschen – oder eines Ereignisses – ist also letztlich ein System aus
Akkorden und Klängen. Der Mensch klingt: Das ist – auch unter astrologischem
Gesichtspunkt – mehr als poetische Metapher. Wo Menschen einander begegnen, wo
also ihre Gestirnstände aufeinander zugleiten, sich wieder voneinander lösen[…]
entsteht Musik – noch mal: nicht in gleichnishafter Ausschmückung, sondern so
real, daß sie im Notenbild niedergeschrieben werden kann. <
*
Anm. Jäger: Fassen wir zusammen: Johan Kepler
war der erste moderne Forscher des Abendlandes , der die Harmonik unseres
Sonnensystems mathematisch fasste und die Entsprechungen dieser
Planeten-Harmonik mit der der Musik innewohnenden Harmonie-Gesetze nachwies.
Hans Kayser und Rudolf Hasse bauten auf diesen Einsichten auf und erforschten
die Strukturen des Lebens weiter. Sie entdeckten in allen Lebensformen, bis hin
zum Genom, und sogar in anorganischer Materie (Kristalle) das Wirken dieser
planetaren und musikalischen Harmonie-Gesetze. Sie wiesen nach, dass alle
„Objekte“ im Kosmos und auf der Erde tönen und klingen.
Die Sphärenharmonie ist nicht bloße Metapher,
sondern Wirklichkeit. In allen Kulturen der Menschheit gibt es seit Alters her
darüber Aussagen. Die indische Geistigkeit hat dafür auch Worte gefunden: Nada
Brahma. Nada bedeutet: Klang. Brahma ist, neben Shiva und Vishnu,
einer der drei Hauptgötter des Hinduismus. Aber Brahma ist mehr als ein Gott.
Brahma ist identisch mit dem, was ER erschaffen hat. Der letzte Satz ist
mittels der aristotelischen Logik nicht aufzulösen. Es genügt uns an dieser
Stelle zu wissen: Nada Brahma bedeutet: Klang Gottes. Und egal, ob man glaubt
oder nicht glaubt, das Universum und das Leben „darin“ spielt sich nach
harmonikalen Gesetzen ab. Außerdem hat das Universum die „Angewohnheit“, sich
aus der unendlich großen Menge der ihm potentiell zur Verfügung stehenden Klänge
die für die Materialisation auszusuchen, die Harmonie und Schönheit
gewährleisten.
Die Schönheit nach den Harmonie-Gesetzen
können wir sowohl in Musik, als auch in der Natur überall wahrnehmen: Blumen,
deren Blüten sich in einem komplizierten, aber schönen und geometrischen Muster
entwickelt haben; Bäume, Tiere Pflanzen, Kristalle – was uns daran schön
erscheint, beruht zumeist auf den Gesetzen der musikalischen und planetaren
Harmonie.
*
Man könnte einwenden: „ Das mag ja alles
sein, aber was hat das alles mit Gesellschaftslehre zu tun?“ Nun, wenn sich die
harmonikalen Gesetze auch beim Menschen nachweisen lassen – und ich weise darauf
hin, dass dies bereits, das Genom betreffend, geschehen ist – dann haben wir um
so mehr Grund, unsere menschliche Gesellschaft nach eben diesen harmonikalen
Natur-Gesetzen einzurichten.
*
Dazu wollen wir uns mit dem Goldenen
Schnitt beschäftigen, denn vieles , was wir als schön empfinden, in der
Musik, in der Kunst, in der Natur und beim Menschen, gehorcht den Gesetzen des
Goldenen Schnittes.
Der goldene Schnitt
> Im Lexikon findet sich folgende Definition:
„Goldener Schnitt: Teilung einer Strecke so, daß die ganze Strecke a zum
größeren Teil b sich wie der größere Teil b zum kleineren (a – b ) verhält.
Also: a : b = b : (a - b) .
Das klingt ziemlich trocken, gewinnt aber
sofort Leben, wenn man sich vorstellt, daß der goldene Schnitt ein Sext-Phänomen
( 3 : 5 und 5 : 8 ) ist, - ein in der Musik wie im Kosmos besonders wichtiges
Intervall. Verfolgen wir einmal die Gesetze des Goldenen Schnittes in Bezug auf
den menschlichen Körper. […]
Thomas Michael Schmidt beschreibt den
wohlproportionierten menschlichen Körper folgendermaßen:
„Der Bauchnabel teilt die Körperlänge im
Verhältnis des goldenen Schnittes…Die Brustwarzen teilen die Gesamtbreite eines
Menschen mit ausgestreckten Armen im Verhältnis des Goldenen Schnittes…. Der
Beinansatz teilt die Höhe der Brustwarzen im Verhältnis des Goldenen
Schnittes…Das Knie teilt das Bein im Verhältnis des Goldenen Schnittes…Die
Augenbrauen teilen den Kopf im Verhältnis des Goldenen Schnittes…Das Armgelenk
teilt den ganzen Arm einschließlich Hand im Verhältnis des Goldenen Schnittes…
Den menschlichen Körperbau, insofern er vom
goldenen Schnitt, also von musikalischen Verhältnissen gegliedert wird, kann man
deshalb als ein klingendes Kunstwerk bezeichnen, sind es doch…gerade die
vollkommensten mathematischen Verhältnisse, die ihn gestalten. Mit vollem Recht
kann man deshalb sagen, daß der Mensch zumindest seinem Körperbau nach auf die
Vollkommenheit hin angelegt sei.“
Versteht sich, daß sich bei Tierkörpern –
überhaupt in der ganzen organischen Welt – ähnliche Proportionen nachweisen
lassen, - und doch gibt es sie nirgendwo in solcher Fülle wie beim menschlichen
Körper. Th. M. Schmidt fährt fort: „Es kann – nach dem vorher gesagten – kaum
noch überraschen, daß die genannten Verhältnisse des menschlichen Körpers
Entsprechungen in den mathematischen Beziehungen der Planetenumläufe haben…Für
jede Proportion des menschlichen Körpers, die einem musikalischen Intervall
entspricht, läßt sich ein entsprechendes Verhältnis zwischen zwei oder drei
Planetenumläufen angeben. Die beiden scheinbar so weit auseinander liegenden
Welten der Töne und der Planetenbewegungen finden also im menschlichen Körper
einen unmittelbaren sichtbaren Ausdruck. Verbindungsglieder zwischen Mensch
und Kosmos sind dabei die musikalischen Verhältnisse, die daher im wahrsten
Sinne des Wortes ein universales Ordnungsprinzip darstellen.“ < (Zitat s.
Fußnote 5)
Anm. Jäger: Deutlicher kann man die
Verbindung zwischen Kosmos und Mensch kaum mit Worten
ausdrücken.
Auf andere Art und Weise drückt sich die
Verwandtschaft des Menschen mit dem Kosmos in der von ihm gespielten Musik aus.
Vorzugsweise in der Musik, die nicht allein durch Profitinteressen geprägt ist,
sondern vor allem anderen von einem inneren – einem seelischen Bedürfnis;
viele Musiker des Westens sprechen in der Öffentlichkeit lieber nicht über ihre
Spiritualität, und wenn schon, dann eben über Spiritualität, anstatt über
ihre Religion, weil das Wort „Religion“, speziell das Christentum,
dermaßen mit Übeln, mit Zwang, Dogmen, Unfreiheit und Scheußlichkeiten beladen
ist, dass man es mittlerweile lieber nicht mehr in den Mund nimmt.
*
Was ist dem Abendland die Religion, die
Spiritualität, noch wert? Mächtige Organisationen führen sie weltweit im
Namen (CDU CSU usw.…) , aber handeln nicht nach ihr, wenigstens, wenn wir uns
das Tun der Herrschenden anschauen im Verhältnis zu dem, was sie zu sein
vorgeben: christlich. Nichts könnte unchristlicher sein als die Zerstörung der
Schöpfung und die Folterung von Menschen durch Arbeitslosigkeit, Hunger, Armut,
Krieg….
Dass diese angeblich christlichen Leute sich
auf Sachzwänge berufen, die sie zwingen würden, unchristlich zu handeln, ist
absurd und heuchlerisch. In diesem Universum, auf dieser Erde ist genug von
allem für die gesamte Menschheit vorhanden. Es handelt sich um eine
gesellschaftliche Dissonanz, die hergestellt wird. Diese Dissonanz
(Missklang) wird von den meisten Menschen heute empfunden. Auf der ganzen
Welt!
Freiheit auf atomarer Ebene
Die Unfreiheit und das Dogma vieler
Religionen und politischer Organisationen stoßen uns zu Recht ab, da sie weder
auf kosmischen Harmonie-Gesetzen beruhen noch bestrebt sind, diese anzuwenden.
Auch verursachen die Dogmen und Denkhemmungen des mainstreams in Politik und
Wissenschaft gesellschaftliche Dissonanzen, wie wir heute alle wissen.
*
Wie aber steht es nun mit der Freiheit, wenn
wir all diese Harmonikalen Gesetze, das Ur-Gesetz und den
Goldenen Schnitt berücksichtigen? Es gibt die Freiheit in der Natur, wie
wir im folgenden sehen werden. Es haben nämlich zwei amerikanische Physiker
chinesischen Ursprungs für die Entdeckung der Freiheit auf atomarer Ebene ,
gleichbedeutend mit Wahlmöglichkeiten der Elektronen, dafür bereits
1957 den Nobelpreis für Physik erhalten: Lee und Yang.
> Lee beschäftigte sich vor allem mit
statistischer Mechanik und atomarer und subatomarer Physik sowie auf den
Gebieten der Feldtheorien, der Astrophysik und der Turbulenz. Er erreichte sehr
schnell große Anerkennung im Kreis der Physiker, so wurde er u. a. von J. Robert
Oppenheimer als einer der brilliantesten theoretischen Physiker seiner Zeit
gepriesen.
Lee wurde 1957, im Alter von 31 Jahren,
zusammen mit Chen Ning Yang mit dem Nobelpreis für Physik „für
grundlegende Forschungen über die Gesetze der Parität, die zu wichtigen
Entdeckungen über die Elementarteilchen führten“ ausgezeichnet – er ist damit
nach Lawrence Bragg der zweitjüngste Preisträger des Physiknobelpreises. <
*
Berendt weiter: > Wer einem
unvoreingenommenen Menschen die Frage stellt: Was ist das: der Ort ist nirgends,
die Masse gleich Null, es bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit und ist
ununterbrochen wirksam und aktiv ? – der dürfte in der Mehrheit der Fälle die
Antwort erhalten: ein Gedanke. Krüger: > Die Photonen sind die springenden
Punkte des Geistes.< Genau das bestätigt die moderne Teilchenphysik – im Werk
von Charon. > (Zitat s. Fußnote 5)
*
Um Ihnen, liebe Leser, die Erkenntnis des
Wesentlichen dieser Entdeckungen der Wahlmöglichkeiten der Teilchen zu
ermöglichen, zitiere ich im Weiteren Auszüge aus Behrendt’ s und Charon’ s
Werk. Das mag mühsam zu lesen und noch mühsamer zu verstehen sein. Wer das nicht
auf sich nehmen will, der kann diesen Abschnitt mühelos übergehen und sich damit
zufrieden geben, dass die Existenz von Wahlfreiheit auch auf atomarer Ebene
natürlich( d.h. von der Natur aus) gegeben ist und dass die Elektronen und ihre
Photonen vermittels Tönen und Harmonien miteinander kommunizieren, um ein System
aufzubauen und zu erhalten oder ggf. zu verändern.
*
> Einen entscheidenden Anstoß für die
wachsende Berücksichtigung des geistigen Moments in der theoretischen Physik
bildeten die immer wieder gemessenen Abweichungen von den rein physikalischen
Gesetzmäßigkeiten, die sich rechnerisch ergaben und gleichwohl oft nicht ganz
genau mit den gemessenen Ergebnissen übereinstimmten. Immer wieder stießen
Physiker und Mathematiker auf minimale und unvorhersagbare „Zwischenwerte“. Sie
begannen sich deshalb zu fragen: Wo sind die Energien, die Impulse, die durch
sie abgedeckt werden? Was ist es, was uns da ständig durch das Netz unserer
immer genauer werdenden Messmöglichkeiten schlüpft?
Einen weiteren Anstoß bildete die in eine
ähnlich Richtung weisende Entdeckung von Lee und Yang, (…) , daß das für die
rohe Materie gültige Prinzip der Erhaltung der Parität im Zuge schwacher
Wechselwirkung verletzt wird. Für bestimmte Gruppen amerikanischer Physiker
bedeutete diese Entdeckung einen Durchbruch. <
*
[ Anm. Jäger: Wir erinnern uns an die Aussage
der Chaostheorie, dass kleinste Kräfte ( die oben genannte schwache
Wechselwirkung) im Laufe der Zeit innerhalb großer Systeme durch
Wechselwirkung riesige Folgen bewirken können, die das ganze System
transformieren. Die bekannteste Metapher für diese Art von Wechselwirkung
lautet: Der Flügelschlag eines Schmetterlings am Amazonas KANN in New York
einen Wirbelsturm auslösen. Diese Erkenntnis bedeutet das AUS für den
Alleinherrschaftsanspruch des aristotelischen, kausalen, reduktionistischen
Denkens. ]
*
> Untermauert auch durch andere Forschungen,
die vorzutragen hier zu weit führen würde, ließ sich der Gedanke immer weniger
von der Hand weisen, daß sich geistige und psychische Elemente in der – oft
minimalen – Differenz zwischen den errechneten, aufgrund der Naturgesetze >
verbindlichen < und den de facto gemessenen Ergebnissen in die bisher >
gültigen < Konzeptionen der Mikrowelt gleichsam einschleichen. Sie waren da,
diese geistigen und psychischen Elemente, ungerufen und ungewollt, allen
herrschenden physikalischen Theorien zuwider – und konnten gleichwohl immer
weniger abgewiesen werden. Lee und Yang erhielten sofort den Nobelpreis, noch im
Jahre ihrer Entdeckung, 1957 (Charon weist in diesem Zusammenhang darauf hin,
daß Einstein immerhin 17 Jahre lang auf den Nobelpreis warten mußte).
Auch die Entdeckung der Wahlmöglichkeiten der
Elektronen, die die Option haben, zwischen verschiedenen Taten zu wählen, und
diese Option auch beanspruchen und ausnutzen, spricht – nach Charon – für ein
geistiges oder psychisches Element, - denn das ist ja der Geist per
definitionem : ein Wählendes !
Neuere mikro-physikalische und kosmologische
Modelle sind überhaupt nicht mehr denkbar ohne ständige Berücksichtigung von
Wahlmöglichkeiten. Die Physiker machen nicht einmal mehr den Versuch ( den sie
doch Generationen hindurch unternommen haben ) , mit Hilfe physikalischer
Manipulationen diese Möglichkeiten der Freiheit aus der Welt zu schaffen
oder einfach zu leugnen. Sie akzeptieren sie und erkennen in wachsendem Maße:
die Akzeptanz der Wahl bedeutet die Akzeptanz des Geistigen. Eine ständig
wachsende Gruppe von Physikern – um den Franzosen Jean E. Charon und um die in
den USA führenden Forschungsanstalten in Princeton und Pasadena ( die so
genannten „Gnostiker von Princeton“) – meinen, die Urheber geistiger Impulse im
Elektron und im Photon entdeckt zu haben.
[Anm. Jäger: Wir erinnern uns daran, daß
Elektronen korrekt beschrieben werden können sowohl als „Teilchen“ als auch als
„Welle“ .]
> Charon schreibt: „Das Elektron umschließt
innerhalb seines Mikro-Universums einen Raum, der erstens Informationen zu
speichern vermag, zweitens mit Hilfe einer Art von Erinnerungssystem diese
Information in jeder Pulsationsperiode seines Zyklus wieder verfügbar machen
kann und drittens die Fähigkeit besitzt, komplexe Operationen durch
Kommunikation und Zusammenarbeit mit den anderen Elektronen des zu bildenden
Systems zu steuern.“
*
[Anm. Jäger: Erinnerungen speichern und
jederzeit verfügbar haben und mit anderen für ein Ziel zu kooperieren – klingt
das nicht ausgesprochen intelligent und haben wir das nicht schon alle einmal
getan? Ist das nicht die Basis jeder erfolgreichen Zivilisation und jeden
erfolgreichen Projektes? ]
*
Das Elektron nämlich ist eine Art
„Mikro-Schwarzes Loch“ , es besitzt eine ähnliche Struktur wie die Schwarzen
Löcher des Kosmos und, bis zu einem gewissen Grade, wie deren Vorstufe, die
Pulsare ( …). Wie Schwarze Löcher und Pulsare verfügt das Elektron über eine
sehr hohe Temperatur zwischen 60 Millionen und 650 Millionen Grad – man muss
sich das mal vorstellen: in der unvorstellbaren Kleinheit des Mikrokosmos ! –
sowie über eine ungeheure Dichte – zwischen Tausend Milliarden und einer Million
Gramm pro Kubikzentimeter ! – und, damit zusammenhängend, einen im Sinne der
Einsteinschen Theorie völlig in sich gekrümmten Raum und eine völlig in sich
gekrümmte Zeit. Die Zeit der Elektronen und Schwarzen Löcher ist also nicht
unsere „materielle Zeit“, die von der Vergangenheit in die Zukunft führt. Sie
ist eine „geistige Zeit“, die „zyklisch rückwärts läuft“, so daß alles, was
einmal gespeichert wurde, bei jedem Zyklus erneut abgerufen werden kann.
Deshalb, so Charon, sind die Elektronen die „Ur-Speicher“ der Erinnerung. Sie
gehören zu den wenigen Elementarteilchen, die nicht zerfallen, das heißt, sie
bestehen von Beginn des Kosmos an bis zum Ende der Zeit und des Universums. <
*
Charon: „Ein Elektron, das nacheinander Teil
eines Baumes, eines Tigers und wieder eines Menschen war, wird sich also für
immer an alle in diesen verschiedenen Leben gesammelten Erfahrungen erinnern.
Von nun an vereint es in sich alle Erfahrungen, die es als Baum, als Tiger, und
als Mensch Nr. 2 erlebte, dessen Organismus es zu bestimmten Zeiten angehörte.“
*
[ Anm. Jäger: Mit diesen Eigenschaften der
Elektronen ist einiges, was bisher umstritten war, erklärbar: z. B. die Existenz
des Kollektiven Unbewussten; die Wiedergeburt, Erinnerungen an ein früheres
Leben; Seelenwanderung….]
*
Angebahnt hat diese Erkenntnisse bereits in
den Zwanziger Jahren der deutsche Physiker Wolfgang Pauli, aus dessen so
genanntem „Pauli-Prinzip“ hervorgeht, daß Atome „wissen“ und „behalten“
können, ob sie einem anderen Atom schon einmal begegnet sind oder nicht, und daß
sie „wissen“ , in welchem Zustand sich andere Atome befinden.
*
Das Erinnerungsvermögen der Elektronen wird
durch den spin seiner Photonen gesteuert. Jede Steigerung des spins
führt zu einem Mehr an Informationen, und diese Steigerung erfolgt – und das ist
eben das für unseren Zusammenhang das Überraschende und Wunderbare – in
harmonikalen Progressionen. […] Es ist, als ob sich die Teilchen gegenseitig
ihre „Töne“ mitteilten ! Das ist die Sprache, in der sie miteinander
kommunizieren – eine Sprache in Tönen, in Harmonien!
*
Drittens gibt es die „Tat“ der Elektronen. [
Anm. Jäger: Diese „Tat“, gehört zur , wie wir sehen werden,
naturwissenschaftlichen Grundlage des Ethos der Liebe. ]
Charon: „Das Elektron hat hierbei eine rein
motorische Aufgabe zu erfüllen; es muß sich in den Außenraum, den Raum der
Materie, hinausbewegen.. um dort durch seine Anwesenheit atomare und chemische
Prozesse auslösen zu können, - was auch wieder durch die spin-Zustände ,
in harmonikalen Progressionen also, bewirkt wird.“
Charon: „Zuletzt gibt es noch den
spin-Austausch zwischen den Photonen zweier benachbarter Elektronen. Diesem
Austauschprozess wollen wir den Namen „Liebe“ geben. Es kann beispielsweise
geschehen, daß ein Photon innerhalb des ersten Elektrons von spin + 1 auf spin +
2 übergeht, während gleichzeitig im benachbarten Elektron ein Photon von spin –
1 auf spin – 2 übergeht… zur Kommunikation durch Liebe gehören jedoch immer
zwei: Beide müssen sich zu dieser Wechselwirkung entschließen, und beide den
spin-Austausch annehmen. Der Elektronenraum jedes der beiden Beteiligen ( Das >
Gedächtnis < dieses Raumes) muß imstande sein, eine solche Erhöhung des
spin-Zustandes , von spin 1 auf spin 2 beispielsweise, eines seiner Photonen zu
akzeptieren. Andres ausgedrückt: es muß eine gewisse ästhetische
Übereinstimung zwischen jenen beiden > Gedächtnissen < herrschen, die
versuchen, sich zu paaren, um ihre Informationen zu bereichern…Jedes ist Spender
und Empfänger zugleich, und damit dieser auf Gegenseitigkeit beruhende Vorgang
stattfinden kann, müssen die beiden neuen geistigen Konfigurationen
gewissermaßen > zusammenpassen<.“
Ein Elektron, das sich bisher nur in toter
Materie aufgehalten hat, besitzt gegenüber einem, das sich schon lange in einem
Tier oder Menschen befindet, ein völlig verschiedenes Informationsniveau; die
beiden haben gleichsam eine andere „Ausbildung“ durchlaufen, und es ist nicht
wahrscheinlich, daß zwischen ihnen ein spin-Austausch, „Kommunikation“,
„Paarung“, „Liebe“ – geschehen wird, ein Befund, der exakt menschlichen
„Usancen“ entspricht. Der Psychologe Oscar Ichazo: „Die Liebe ist das
Wiedererkennen des gleichen Bewusstseins bei sich und beim anderen.“
Und Jean E. Charon: „Ich bin übrigens der
Überzeugung, daß eine bestimmte Affinität auf der Stufe des Lebendigen ( und
nicht mehr des Elementaren ) , die auf Verwandtschaft ( wie der Mutterliebe ) ,
aber auch auf gegenseitiger Ergänzung (wie der Liebe zwischen Mann und Frau )
beruhen kann, jene Art der Kommunikation der Elektronen erleichtert, die wir in
Analogie dazu auch auf der Ebene des Elementaren als Liebe bezeichnet haben. Im
Gegensatz zu den Ansichten, welche sich die meisten organisierten Wesen darüber
zurecht gelegt haben, sind es nämlich eigentlich ihre Elektronen, die Liebe
verströmen oder Liebe hervorrufen. Das organisierte Wesen selbst ist nur das
„Vehikel“ dieser Liebe, und auch das nur in einem eng begrenzten Teilgebiet von
Zeit und Raum.<
Wir können danach den oben zitierten Satz von
Oscar Ichazo variieren – und präzisieren. Die Liebe ist das Wiedererkennen der
gleichen spin-Zustände, will sagen: gleicher harmonikaler Verhältnisse, gleicher
Schwingungen, - letztlich: gleicher Harmonien – weshalb ja auch die
Umgangssprache von „harmonischen Verhältnissen“ zwischen Liebenden spricht. Die
Liebe also als Akkord. Je harmonikaler sie im wörtlichen Sinne ist, desto
„harmonischer“ ist sie auch im übertragenen Sinne – womit auch offensichtlich
ist, daß die Vorgänge der Liebe, ihre „Taten“ – Zärtlichkeit, Vereinigung,
Orgasmus – durch harmonikale Verhältnisse gesteuert werden und ihrerseits
wiederum – in einer Art „Feedback“ im Sinne der „Regelkreise“ der Kybernetik –
ein harmonikales Geschehen von wachsender Kraft und Intensität auslösen –
durchaus so, wie es die Dichter aller Zeiten , Shakespeare etwa, empfunden
haben: die Liebe als Musik….
*
[Anm. Jäger: Hier haben wir also, mit anderen
Worten, die Naturgesetzlichkeit der Liebe. Liebe ist ein komplexes
Naturgesetz; sie ergibt sich aus den der Natur innewohnenden Gesetzmäßigkeiten,
die auch die Wahl, gleichbedeutend mit Freiheit, zulassen. ]
*
Berendt weiter: > Im Übrigen ist nun wohl der
Punkt erreicht, an dem man sich eine Vorstellung von dem ungeheuren
Verdrängungsakt machen kann, dessen sich die Schulwissenschaft befleißigt hat.
Generationenlang hat sie versucht [ Anm. Jäger: Im Abendland, im Westen, in
Europa, den USA, den G-8 Staaten, versteht sich ! ] die Grundvorgänge des Kosmos
und des Mikrokosmos und sogar die des Lebens allein physikalisch und chemisch,
also materiell zu erklären. Immer wieder ist sie dabei auf die Dimension des
Geistigen, des Seelischen, des Metaphysischen gestoßen, aber sobald dies
geschah, hat sie allergisch die Augen geschlossen, als gäbe es diese Dimension
nicht. Es war ein asketischer Krampf: Menschen, die selber denken und fühlen und
für die ja, wie für jeden Menschen, ihr eigenes Denken und Fühlen das Wichtigste
auf der Welt ist, versuchten, die Welt zu erklären, als gäbe es Denken und
Fühlen nicht.
Der französische Psychoanalytiker Pierre
Solie´ hat einmal die Frage gestellt: „Glauben Sie denn, die Physiker hätten
jemals die Gesetze des Atoms entdecken können, wenn sie nicht selbst aus diesen
Atomen bestünden?“ Entsprechend darf gefragt werden: Kann man denn glauben, die
Menschen hätten je schöpferischen und tätigen, liebenden und erkennenden Geist
bewiesen, wenn sie nicht aus Geist bestünden?
Deshalb sind es gerade die schöpferischsten
Wissenschaftler gewesen, die genialsten, diejenigen, die am meisten von Geist
durchdrungen sind, die – in Medizin, Physik, Biologie und Chemie – die
geistigen, psychischen und metaphysischen Kräfte nicht etwa geleugnet und
ausgeklammert , sondern im Gegenteil in ihre wissenschaftliche Arbeit einbezogen
haben – oder in den Worten Charon’ s: „…die metaphysische Betrachtung (ist) mit
den größten wissenschaftlichen Leistungen untrennbar verbunden… (und stellt)
eine starke Antriebskraft für den Fortschritt der Erkenntnis dar…- mit oder ohne
Approbation der Herren „Wissenschaftsgläubigen“.“ Und schließlich Max Planck,
der Mann, der die Quantenmechanik und die Teilchenphysik, wie sie sich heute
darstellt –
[ Anm. Jäger : kurz und metaphorisch gesagt:
wenn wir die sinnlich wahrnehmbare Materie so weit zerbröselt haben, dass wir
der Maschinen bedürfen, um sie in ihre weiteren Bestandteile zu zerkleinern,
dann kommen wir bei dieser weiteren Zerkleinerung auf eine Mikro-Ebene der
Materie, wo sich die Materie aber in aristotelisch Unfassbares auflöst, in
etwas, das Teilchen und Welle gleichzeitig ist, das aber auch Licht ist; in
kleinste Teilchen, die – mathematisch richtig berechnet - sowohl „vorwärts“ in
der Zeit laufen können als auch „rückwärts“; die Teilchenphysik hat auch de
facto gezeigt, dass man ein „Feld von Teilchen“ beobachten kann, das erst
zukünftig da sein wird (UND dies gilt nicht nur für den Mikrokosmos ) und somit
die Weissagung erklärt. Auf der atomaren Ebene des Seins versagt die
aristotelische Logik.] –
nun, Max Planck, der Mann, der die
Quantenmechanik und die Teilchenphysik, wie sie sich heute darstellt ,
begründet hat und auf den sich die „Schul-Wissenschaft“ in ihrem
Materie-Orientierten Denken [ das aristotelische Denken; Anm. v. Jäger ] beruft
– zu unrecht, wie das folgende Zitat deutlich macht: „Es gibt keine Materie an
sich ! Nicht die sichtbare , aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre,
Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist… Da aber Geistwesen nicht
aus sich selbst sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue
ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle
alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben - G o t t !“
Skeptiker mögen immer noch glauben,
Theoretische Physik hätte keinerlei Relevanz für die Gesellschaft.
Lernen Sie mehr:
Eines der Max-Planck-Institute arbeitet auf
Grundlage des oben beschriebenen Grundlagenwissens an verschiedenen Projekten.
Surfen Sie zu dem hyperlink hier unten und erfahren Sie, wie mathematische
Methoden, die zur Beschreibung des Universums entwickelt wurden, nun in der
Medizin verwendet werden, um z. B. die Knochen des Menschen untersuchen zu
können; hier: verbesserte Diagnose von Osteoporose:
Hier noch ein Film zu unserem Thema von
den Bulgarian Voices: kalimankou denkou:
[eingebunden von youtube.com]
*******************************************
Die Heuchelei derer sich man seitens vieler mächtiger
Organisationen hinsichtlich der Verwirklichung der Menschenrechte befleissigt,
deren Verwirklichung ein harmonisches globales Zusammenleben ermöglichen würde,
wird im Songtext des nun folgenden Videos ausgedrückt; Mick Jagger singt hier in
der zweiten Strophe: this talk of freedom and human rights / means bullying and
private wars and chucking all the dust into our eyes / and peasant people /
poorer than dirt / who are cought in the crossfire / with nothing to loose but
their shirts / copyrights: Jagger / Richards / The RollingStones. promopub 1989
Übersetzung: Dies Gerede von Freiheit und Menschenrechten /
bedeutet Täuschung, private Kriege und Sand in unsere Augen / und arme Menschen
/ ärmer als Dreck / sind im Kreuzfeuer gefangen / mit nichts-zu-verlieren als
ihren Hemden./ Der Song stammt aus dem Album "Steel Wheels"
von 1989.
Es ist also keineswegs so, dass die richtige
Globalisierungskritik von und mit Naomi Klein und Noam Chomsky thematisch
erschöpft wäre. Die Heuchelei hinsichtlich der Menschenrechte bedeutet auch
nicht, dass die Menschenrechte etwa falsch wären oder unsinig, sondern nur
eines: das sie von mächtien Interessengruppen instrumentalisiert werden können.
[1]
aus: Friedrich Schiller, Werke, Band II, Carl Hanser Verlag , München 1966;
„ Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? Eine
akademische Antrittsrede“
[2]
Arno Plack; in „ Die Gesellschaft und das Böse“; Fischer TB Verlag; August
1991;
[3]
Jean E. Charon; „ Der Geist der Materie“ ; Ullstein Sachbuch; Frankfurt,
Berlin, Wien; 1982
[5]
Prof. Kippenhahn; zitiert nach einem im persönlichen Schriftwechsel
übersandten Vortragsauszug; in: NADA BRAHMA – die Welt ist Klang; von
Joachim Ernst Behrendt; Insel Verlag; Erste Auflage 1983; Frankfurt am Main
1983