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Ethos der Liebe - Teil 3

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Free Section  // Startseite // November 2007

RESPECT COPYRIGHT !

Kosmische Harmonik und die neue gesellschaftliche Ordnung des Ethos der Liebe  

TEIL 3:  

Das Ethos der Liebe als politisches Programm

v. Klaus Jaeger

Es ist vielleicht unnötig zu sagen, aber:  Alles hier Berichtete und Geschriebene kann von Ihnen selbst durch eigene Nachforschung und eigenes Bemühen überprüft werden. Meine Quellen sind genannt und stehen jedermann zur Verfügung.

Wen die Ausführungen Arno Plack' s und die Bezugnahme auf die Erkenntnisse der Tiefenpsychologie (S. Freud) skeptisch stimmen, der sei auf die weiter unten  dargestellte Logotherapie von Dr. Viktor Frankl verwiesen, die über die Psychoanalyse hinausgeht, indem sie im Menschen auch die Suche nach Bedeutung und Sinn individuellen Lebens wahrnimmt und als strukturgebend  anerkennt.

Es wird Ihr Verständnis dieser Arbeit , liebe Leser, nicht behindern, wenn Sie sich hier des analogen Denkens bedienen oder der paradoxen Logik eines Lao Tse, eines Dschuang Dsi oder der Quantenphysik. Auch sollte die harmonikale Verwandtschaft des Lebens mit sich selbst auf allen Ebenen - oder in allen Reichen, dem der Minerale, der Pflanzen, der Tiere, der Menschen und unseres Sonnensystems und des Universums, bei der Lektüre gedanklich präsent bleiben.

Ich gebe nun zuerst den Exkurs:  "Kritik der Wissenschaft"; da ich mich in den vorangegangenen beiden Teilen auf verschiedene Wissenschaften bezog; es wird auch der Begriff "mechanistisch-reduktionistisch" erklärt..

 

Exkurs: Kritik der Wissenschaft

Ich beziehe mich in dieser Arbeit auch auf wissenschaftlich korrekt belegte Ergebnisse der Physik, - genauer gesagt, der Allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantenphysik. Es dürfte aufgefallen sein, daß ich kritisch mit anderen Wissenschaften umgehe, insbesondere der Schulmedizin. Auch wird von mir öfter der Ausdruck:  "mechanistisch-reduktionistisch" verwendet. Dies will ich im Folgenden erklären.

Die Quantenphysik erkennt, wie man in vielen Publikationen, u. a. bei Jean E. Charon, nachlesen kann, die Existenz von Geist, von Bewußtsein, von Freiheit und Erinnerung in der Natur an. Das bedeutet, daß die Quantenphysik eine immaterielle, aus sich selber wirkende Kraft im Universum und in den zahllosen Phänomenen des Lebens und seiner Geschöpfe wahrnimmt - dies ist ganz wörtlich zu verstehen: sie nimmt es als wahr, als richtig, als tatsächlich DA. Ohne diese Akzeptanz des Geistigen, des Unberechenbaren, kommt die Quantenphysik nicht aus in der Beschreibung und in ihrem Verständnis der Natur. Geist ist also eine Fundamentalkonstante des Universums; diese Einsicht teilen die Quantenphysiker mit den Chaosforschern.

Beide Wissenschaften unterscheiden sich deshalb wohltuend von anderen Wissenschaftszweigen, ganz besonders aber von der Schulmedizin. Was von dieser zu halten ist, führe ich später aus - nein, nicht nur ich, sondern auch andere Stimmen von Menschen werden dort erklingen, an deren Glaubwürdigkeit kein Zweifel besteht. So ist auch diese Arbeit keine Arbeit nur eines Autors; sondern es ertönen hier viele Stimmen aus vielen Zeiten und Weltregionen und Kulturen. Es handelt sich bei dieser Arbeit um eine Komposition.

 Dies ist sicher geboten in einer Zeit, in der die Welt kleiner zu werden scheint und die Menschen - rein technisch betrachtet - näher zusammen rücken. Sozial und kulturell aber trennen uns Menschen  heute tiefere Abgründe als noch vor 30 Jahren.

 

Erklärung des Begriffes mechanistisch-reduktionistisch :

Dieser Begriff wird von den Chaosforschern verwendet, um ein überholtes, veraltetes, widerlegtes - und sogar gefährliches Weltverständnis genau zu charakterisieren. Das Wort > mechanistisch <  bezieht sich auf die früher einmal in Wissenschaftskreisen gepflegte Illusion, man könne mittels der Newton' schen Gleichungen und dem Wissen über die exakten Mengen und Größen aller Objekte im Universum den Anfang und das Ende des Kosmos exakt berechnen sowie das Verhalten eines jeden dreidimensionalen Objektes voraussagen - für Beginn und Ende seiner Existenz. Unter "Objekt" versteht man in diesen Wissenschaftskreisen jeglichen Körper - auch den Ihren, liebe Leser. Mit anderen Worten: man wähnte, das gesamte Universum sowie das Leben aller Wesen - auch das Ihre, liebe Leser - genauestens vorhersagen zu können. In diesem mittlerweile durch Chaosforschung und Quantenphysik widerlegtem Wahn ist kein Platz für Freiheit, keiner für Geist, keiner für Bewußtsein, keiner für Kreativität, keiner für Denken und Fühlen. Das bedeutet: es gibt diese Seinsqualitäten für die mechanistisch verfahrenden  Wissenschaftler schlicht überhaupt nicht.

 

Gibt es aber keine Freiheit,  z. B. der Entwicklung, oder der Wahl, dann gibt es keinen Geist, kein Bewußtsein, kein Denken und kein Fühlen, dann ist das Leben unerträglich, weil unfrei, bewusstlos, ungeistig - der Mensch ist damit seiner eingeborenen Menschenwürde beraubt und zum bloßen Ding erniedrigt. Auch ein Göttliches Wesen,  wie immer es genannt wird, welcher Art auch immer, gibt es in der mechanistischen Wissenschaft  nicht. Spiritualität ist für diese Leute überflüssig und schlicht nicht existent.

 

Die mechanistische Wissenschaft stellt sich das Universum als eine gigantische Maschine vor, - auch Sie selbst, liebe Leser, sind für diese Mechanisten nichts anderes als eine Maschine - eine komplizierte Maschine, aber immer noch eine Maschine, die maschinell behandelt werden kann.

Der französische Physiker Laplace prägte den Ausdruck vom allwissenden Dämon, der die ganze "Kosmosmaschine" berechnen könne. Hier ein Wikipedia Hyperlink zum Eintrag über den  Laplace' schen Dämon: http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon                     

 

Diese mechanistische Auffassung von der Natur und dem Leben widerspricht erstens dem gesunden Menschenverstand; zweitens der Würde des Menschen; drittens leugnet sie die Freiheit, den menschlichen Geist, die Kreativität, das Bewußtsein, das Denken und Fühlen; viertens leugnet sie Entwicklungsmöglichkeiten; fünftens degradiert sie das Leben selbst zur seelenlosen Maschine; sechstens degradiert sie Menschen zu Robotern und leugnet die Erfahrungen  spiritueller Menschen.

 

Weiterhin verursacht diese Mechaniker-Wissenschaft die lebensbedrohlichen Probleme, denen wir uns heute in Deutschland und weltweit gegenüber sehen. Denn wie sollte es denn möglich sein, Probleme zu lösen, wenn man als mechanistischer Wissenschaftler nur einen kleinen Ausschnitt des Lebens betrachtet, weil man die o. gen Seinsqualitäten ignoriert,   und dann wähnt, man könne durch die Betrachtung eines willkürlich gewählten Ausschnittes das Ganze des Lebens verstehen? Ein solcher Wahn ist analog zu der absurden Vorstellung, man könne durch ein Schlüsselloch ins Universum schauen und hätte es dann vollständig erkannt und wisse alles darüber.

 

Mechanistische Wissenschaft ist ignorant gegenüber dem, was nach den Worten der Bibel und denen vieler anderer Schöpfungsmythen der Menschheit ZU BEGINN  des Lebens vor allem anderen DA war: Am Anfang war  das Licht, das Wort, der Klang, die Intelligenz, die Schönheit . die Musik . der Tanz.- dies alles sind Bedeutungs-Aspekte der Ur-Silbe l-e-g, wie wir unten noch sehen werden.

 

Reduktionistisch bedeutet genau das, was und wie  in der mechanistischen Wissenschaft verfahren wird: man reduziert das zu untersuchende  Phänomen auf ein Modell - im Labor, man zerlegt es dort, zerschneidet es in kleine Teile und ist dann der - unhaltbaren - Meinung, man hätte das Phänomen völlig verstanden - oder jedenfalls "großteils". Man gibt sich also mit etwas zufrieden, was wir bestenfalls als Halbwissen bezeichnen können.

Diese Vorgehensweise der Reduktion - oder auch wissenschaftliche Methode genannt - ist analog dazu, einen Menschen zwecks Erforschung der Menschheit in ein Labor zu befördern, zu töten, zu sezieren, - oder umgekehrt? - und danach in dem Wahn zu sein, man hätte diesen Menschen und die Menschheit gleich mit erkannt. Wir sehen hier: Reduktion führt zur  Absurdität. Trotzdem hält die mechanistisch-reduktionistische Wissenschaft - außerhalb der Quantenphysik und der Chaosforschung - an dieser Absurdität fest. Warum? Geduld, die Antwort kommt.

 

> Der Physiker und Mathematiker Claudio Hoffmann hat in seinem Buch "Smog im Hirn" nachgewiesen: diese Wissenschaft dient nicht der Verständigung, sondern zur Herrschaft.

 

Paul Feyerabend - einer der Begründer der modernen Wissenschaftskritik - weist darauf hin, daß die wichtigsten Entdeckungen, die sich die Wissenschaft zugute hält, nicht von Wissenschaftlern, sondern "fast immer von Außenseitern gemacht" wurden - und werden. Den Wissenschaftlern, so Feyerabend, "reichen die lächerlichsten Argumente und ein Minimum von Studien aus, um einem Mythos oder einer nichtwissenschaftlichen Kosmologie den Garaus zu machen. Die Argumente.bestehen etwa in der Bemerkung, daß die kritisierten Ideen nicht auf wissenschaftliche Art und Weise [ Anm. Jäger: also nicht reduktionistisch !] gewonnen wurden und daher unbrauchbar sind. Die Behauptung der Wissenschaftler, allein brauchbare Methoden und Erkenntnisse zu besitzen, erweist sich als ein Zeichen nicht nur ihrer Einbildung, sondern auch ihrer Ignoranz."

Der französischer Biologe Joel de Rosnay zeigt in seinem Buch "Das Makroskop", daß die Verfahrensweisen herkömmlicher wissenschaftlicher Arbeit nicht geeignet sind, Wirklichkeit zu erfassen, sondern im Gegenteil zwangsläufig Wirklichkeit verzerren. So lautet beispielsweise ein seit Generationen weitergeschleppter, nie mehr durchdachter und gleichwohl immer noch befolgter Grundsatz wissenschaftlichen Arbeitens - etwa in Medizin und Chemie : "Die Bewertung der Tatsachen erfolgt durch experimentellen Beweis im Rahmen einer Theorie." De Rosnay weist nach, daß dieser Satz längst schon durch den folgenden ersetzt hätte werden müssen: "Die Bewertung der Tatsachen erfolgt durch Vergleich der Funktion eines Modells mit der Realität."

 

Weil analytisches Denken für die Wissenschaft wichtiger ist als vergleichendes [ also analoges Denken ] igelt sich Wissenschaft ein. Sie tendiert eher zu Enge und Starrheit als zu Weite und Beweglichkeit. Deshalb halten die meisten Wissenschaftler sogar noch in einer Zeit, in der uns Logistik und Kybernetik auf die größere Zweckmäßigkeit nicht-aristotelischer logischer Systeme und auf unkausale Deduktionsmöglichkeiten hinweisen, stur an der aristotelischen Logik und dem Kausaldenken fest. Es ist diese Starrheit , die dazu geführt hat, daß Wissenschaftler zwar jene Erkenntnisse, die ihrer eigenen Art zu denken entsprossen sind, innerhalb weniger Jahre - oft in einigen Monaten - akzeptieren, daß sie aber an Erkenntnissen, die ihre schulmäßigen Verfahrensweisen gefährden, etwa der Relativitätstheorie oder der Unschärferelation [von Heisenberg ] , noch ein halbes Jahrhundert, nachdem sie gemacht wurden, vorübergehen, als ginge sie das alles nichts an.

Besondern offensichtlich wird das Versagen wissenschaftlicher Arbeit in der Medizin. Kaum eine einzige bahnbrechende medizinische Entdeckung in den letzten hundertfünfzig Jahren, die nicht von den beamteten Universitätsprofessoren [Anm. Jäger: wir erinnern uns an die Unterscheidung Friedrich Schiller' s von akademischen Brotgelehrten und Philosophen ] als "unwissenschaftlich" verketzert wurde - von Semmelweis (Einführung der Asepsis)  über Robert Koch ( der die moderne Bakteriologie gegen den nahezu geschlossenen Widerstand seiner Standesgenossen begründete ) und Werner Forssmann ( der 1929 die Herzkatheterisierung erfand, an sich selbst erprobte und noch bis in die fünfziger Jahre hinein als "Scharlatan" diskriminiert wurde) bis zu Louis Pillimer ( der das für das menschliche Immunsystem so wichtige Properdin entdeckt hat und 1954, nachdem er jahrelang von seinen Kollegen verteufelt worden war, in seinem Labor Selbstmord beging; wenige Monate später - zu spät - begann "die herrschende Wissenschaft" seine Forschungen zu akzeptieren) .

 

Es gibt eine Straße der Schande und der Scham, auf der die medizinische Wissenschaft sich spreizt und bläht, als schritte sie auf einer Straße der Wahrheit. Und statt - nach den zahllosen Fällen fälschlicher Diskriminierungen - endlich zu lernen, künftig vorsichtig zu sein, überhebt sie sich immer noch weiter - sogar über das seit Jahrhunderten Bewährte dessen, was sich aus Angst vor der Wissenschaft und ihrem überheblichen Ton selbst mit dem Ausdruck "Erfahrungsmedizin" disqualifizieren mußte ( - als ob nicht jede Medizin - auch die Schulmedizin - zuallererst Erfahrungsmedizin wäre!) .

 

Die Aggressivität des abendländisch-westlichen Denkens, das "vereinfacherische" [ also: das reduktionistische] einer nur rationalen Auffassung biologischen Geschehens spiegelt sich in den Behandlungsmethoden einer Schulmedizin, für die sich die positiven Begriffe "helfen" und "heilen" in wachsendem Maße auf die negativen Vorstellungen von "kämpfen" und "Krieg führen" gegen bestimmte Krankheiten, von "ausrotten" und "ausmerzen" bestimmter Krankheitserreger reduziert haben. Wir haben eine Medizin- oder sagen wir richtiger: eine Schulmedizin -  - (denn es gibt ja auch andere medizinische Möglichkeiten, denen sich die von der etablierten Schulmedizin im Stich gelassenen Menschen zuwenden) -  die in diagnostischer Hinsicht zwar noch fortschreitet, aber in dem  Bereich, auf den es ankommt, im Therapeutischen nämlich, mit den längst überholten Keulen eines derben, materialistisch-chemischen Positivismus um sich schlägt - jenes Positivismus, den Karl Popper schon vor fünfzig Jahren widerlegt hat; dabei stiftet sie oft mehr Schaden als Heil, ja einen wirklichen Heil-Begriff, wie ihn die großen schöpferischen Ärzte der Vergangenheit geschaffen haben - einen Begriff des Heilens, der mit "heil" und "ganz" und "hei-lig" zusammenhängt - hat sie unter den Schutthalden ihres mechanistischen Denkens verschüttet.

 

Von hier leitet sich die Absurdität her, daß diejenige Wissenschaft, die es am meisten mit lebendigen, hochdifferenzierten Organismen zu tun hat - nämlich die Medizin - ihren "Gegenstand", den Menschen, immer noch als eine "Maschine" - als eine einzige große chemische Fabrik - betrachtet, während die Physik, deren Erkenntnissen in der beginnenden Neuzeit sich die Erfindung und Entwicklung von Maschinen verdankt, das mechanistische Denken in wachsendem Maße aufgibt und die Welt, sogar die scheinbar "tote", als jenes System sich ständig verändernder Organismen ansieht, das die herrschende Medizin beim Menschen als Basis einer ganzheitlich orientierten Behandlungsweise noch immer nicht akzeptieren will. [.]

 

[Anm. Jäger: Hier folgt nun etwas Bedenkenswertes für alle die Skeptiker, die den Zufall oder die Darwin' sche Evolution  in der Schöpfung am Werk sehen:]

> Besonders verheerend hat das positivistische Denken der Wissenschaft in der Evolutionstheorie gewirkt. Dabei hatte schon deren Begründer, Charles Darwin, 1859 gewarnt: "Sich vorzustellen, daß das Auge mit all seine einzigartigen Vorrichtungen zur Akkomodation , Adaption, zur Korrektur der sphärischen und chromatischen Aberration durch "natürliche Auslese" entstanden sein könnte, scheint, wie ich frei gestehe, im höchsten Maße absurd." Robert Kaspar, der diesen Ausspruch zitiert, gibt ein einfaches Beispiel: "Nehmen wir an, es soll ein Wirbeltierauge entstehen, und betrachten wir es (vereinfacht) als aus fünf Teilen bestehend: Hornhaut, Linse, Iris, Glaskörper und Netzhaut. Jede einzelne Struktur soll dabei durch Mutation entstehen, wobei die gegenwärtige Evolutionstheorie annimmt, daß sich Substrukturen unabhängig voneinander entwickeln. Nun wissen wir, daß eine Mutation etwa in jedem zehntausendsten ( 10 [hoch 4]  ) Reproduktionsschritt auftritt und daß höchstens jede hundertste ( 10 [hoch 2] Mutation einen Erfolg bringt. Es sind daher im durchschnitt eine Million ( 10 [hoch 6]) Mutationen erforderlich, um eine Struktur zu "verbessern". Das gilt für ein Merkmal. Für zwei Merkmale wäre schon eine Billion ( 10 [hoch 6] x 10[hoch6] = 10 [hoch 12] ) Mutationen notwendig usw. Wenn wir nun die großzügige Annahme machen, daß für jede Teilstruktur des Auges nur eine einzige (positive) Mutation erforderlich ist, so benötigte die Evolution um alle fünf Strukturen zusammen entstehen zu lassen, 10[hoch 6] x 10[hoch 6] x 10[hoch 6] x 10[hoch 6] x10[hoch 6] = 10 [hoch 30] Versuche. Das wäre nur möglich gewesen, wenn seit der Entstehung des Universums vor etwa 10 [hoch 17]  Sekunden etwa jede Sekunde 10[hoch 13] Mutationen am Auge gebastelt hätten. Man muss sich klarmachen, daß diese Absurdität nichts anderes ist als eine Konsequenz der in unseren Lehrbüchern dargestellten Evolutionstheorie."

[.]

Daisetz Suzuki schlägt vor, endlich von der "Anti-Wissenschaftlichkeit" zur "Meta-Wissenschaftlichkeit" vorzudringen. Er schreibt: "die wissenschaftliche Methode, die Wirklichkeit zu untersuchen, besteht darin, einen Gegenstand vom sogenannten objektiven Standpunkt aus zu betrachten. Nehmen wir beispielsweise an, eine Blume hier auf dem Tisch sei Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung. Die Wissenschaftler werden sie allen möglichen botanischen, chemischen und physikalischen Analysen unterziehen und uns mitteilen, was sie von diesen verschiedenen Blickwinkeln aus über die Blume gefunden haben, und sie werden sagen, daß die Untersuchung über die Blume abgeschlossen und nichts weiter über sie zu sagen sei, wenn nicht zufällig im Verlauf anderer Untersuchungen etwas Neues entdeckt werde.

Das Hauptmerkmal, das die Einstellung der Wissenschaft zur Wirklichkeit auszeichnet, besteht darin, daß sie einen Gegenstand beschreibt, über ihn spricht, um ihn herum geht..Aber es bleibt immer noch die Frage offen: "Ist wirklich der ganze Gegenstand im Netz gefangen?" Ich möchte sagen: Keineswegs! Denn der Gegenstand, den wir glauben, gefangen zu haben, ist bloß eine Summe von Abstraktionen und nicht der Gegenstand selbst..

Die wissenschaftliche Methode besteht darin, den Gegenstand zu töten, den Leichnam zu sezieren, die Teile wieder zusammenzusetzen und so zu versuchen, den ursprünglich lebendigen Leib wieder herzustellen, was in Wirklichkeit unmöglich ist.." < zitiert nach Behrendt; Nada Brahma.

 

Dass der menschliche Geist eine Herausforderung für die Schul-Medizin und die mechanistisch-reduktionistische Wissenschaft ist, beweist uns auch folgende kurze, aber erhellende Geschichte, die von Alexandra David-Neel in einem ihrer Bücher berichtet wird. Wir erfahren, daß es eben nicht der Technik und der Wissenschaft aristotelischer Prägung bedarf, um das Wesen der Wirklichkeit zu erkennen , - sondern eines menschlichen Geistes: > "Meister des Tons" wurde ein weiser, alter Mann genannt, den Alexandra David-Neel in einem abgelegenen Kloster, irgendwo im chinesisch-tibetischen Grenzgebiet des Himalaya' s traf. In einem Tempel des Klosters spielte der Meister - er trug den Namen Bönpo - ein Tschang, das uralte tibetische Klangbecken mit seinen nach oben gebogenen Rändern. Mit einem Mal "durchzitterte ein unirdischer Klang, einem verworrenen Geschrei ähnlich, die Halle und bohrte sich mir ins Hirn". Die anwesenden Bauern und die Begleiter der europäischen Reisenden schrieen entsetzt auf - und es gab keinen einzigen unter ihnen, der nicht ganz sicher war, eine feurige Schlange gesehen zu haben: "Die Schlange ist aus dem Tschang gekommen, als der Lama draufschlug.", sagte einer von ihnen - und die anderen bestätigten dies. Hinterher erklärte der Lama den Reisenden: "Ich bin der Meister des Tons. Durch den Ton kann ich Lebendiges töten und Totes auferwecken.Alle Wesen, alle Dinge, selbst die unbelebt scheinenden, geben Töne von sich. Jedes Wesen, jedes Ding bringt einen besonderen, ihm eigentümlichen Ton hervor, doch wandelt sich dieser entsprechend der verschiedenen Zustände, durch die das Wesen oder Ding, das ihn erzeugt, hindurchgeht. Wieso? Wesen und Dinge sind Zusammenballungen kleinster Teilchen,  so genannter rdul phra ; sie tanzen und bringen durch ihre Bewegungen die Töne hervor.

Dies sagt die Lehre: Im Anfang war der Wind. [das gehauchte Wort, der gehauchte Klang.; Anm. Jäger] [.] Und das ist nicht etwa eine Mär aus vergangenen Tagen, es ist immer noch so. Der Ton bringt alle Formen und alle Wesen hervor. Der Ton ist das, wodurch wir alle leben."<          zitiert nach Behrendt; Nada Brahma.

 

Dieser tibetische Meister des Tons, Bönpo, war in der Lage, die gleichen Entdeckungen über die Natur zu machen wie die moderne Quantenphysik - allerdings lange bevor  überhaupt jemand an Quantenphysik dachte.  Er nutze dazu "nur" die ihm eingeborenen Fähigkeiten seines Geistes und entwickelte sie. Dies , liebe Leser, ist eine Herausforderung an die gesamte Schul- u. Apparatemedizin, eine Herausforderung an die konventionelle, mechanische und reduktionistische Wissenschaft. Die Geschichte dieses Tonmeisters , an deren Glaubwürdigkeit  ich keinen Grund habe zu zweifeln, zeigt uns, zu was der menschliche Geist fähig ist, wenn er sich denn frei entwickeln kann.

 

Der bereits erwähnte Mathematiker, Physiker und Pädagoge Claudio Hoffmann schreibt in seinem wesentlichen ( und kämpferischen ) Buch [Smog im Hirn; Päd. Extra Buch Verlag, Bensheim 1980] über die moderne Wissenschaft: "Die wissenschaftliche Denkweise [das ist die aristotelische] hängt zwar unmittelbar zusammen mit der akuten Gefährdung der Menschheit durch ökologische Katastrophen, atomare Aufrüstung, ökonomische, soziale und psychische Verelendung. Es ist aber nicht möglich, im Rahmen der heutigen Wissenschaft wirkungsvolle Maßnahmen zur Abwendung dieser Gefährdung zu entwickeln.  Vielmehr bringt uns jede Maßnahme, die mit den Mitteln heutiger Wissenschaft [das ist die mechanistisch-reduktionistische] entwickelt und durchgesetzt wird, der Katastrophe näher." <

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Die herrschende Politik stützt sich auf die herrschende mechanische Wissenschaft. Diese Wissenschaft dient der Herrschaft, nicht der Verständigung. Deshalb sind beide ungeeignet,  die drängenden Probleme unserer Zeit zu lösen.                                                                            

Ende des Exkurses über die aristotelische, mechanistische, reduktionistische  Wissenschaft

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> Eine wissenschaftliche Ethik hat sich nicht dafür zu interessieren, wie dem Einzelnen noch besser, noch wirkungsvoller "das Gute" gepredigt oder gar [mittels genetischer Manipulation ] "eingepflanzt" werden kann, sondern dafür, wie die soziale Ordnung beschaffen sein muss, in der ursprüngliche Menschenliebe nicht faktisch bestraft wird - durch Mißerfolg oder Isolation. Wissenschaftliche Ethik setzt nicht auf die "Willigkeit" des Individuums, sondern auf seine Einsicht in die Lebensbedingungen der Gemeinschaft. Ist das Gute nichts als der rechte Sinn des Miteinanderseins, dann muss jedes Streben nach moralischer Vervollkommnung der eigenen Person schon autistisch von ihm entfernen. Der fromme Wunsch, ein guter Mensch zu werden, ( oder gar: Es zu bleiben) , verquickt mit Gleichgültigkeit für die Gesellschaft im Ganzen, ist so geradezu ein Bestimmungsstück des Bösen. Der moralische Eifer, der den Einzelnen durchaus bessern möchte, so, als sei dieser nicht ins Ganze einer Kulturgemeinschaft verflochten, läßt im günstigsten Falle alles beim Alten: Er stabilisiert die herrschende Ordnung , indem er sie ignoriert. [.] Der gehobene Mittelstand repräsentiert zwar die herrschenden Werte, aber er bringt auch die quälendsten Opfer dafür: Krankheit ist die Strafe, mit der die Natur ihre Verleugnung belegt. [Anm. Jäger:  Zu denken ist hier an: Organkrankheiten, Sucht, Kriminalität, white collar crime]     

 

Der Grundzug jenes feinsinnigen Kopfes, den wir hier finden, ist weniger die Aggressivität als die Bereitschaft, sich quälen zu lassen. Seine Ethik, die ihm gebietet, eher Gewalt zu dulden als sie zu üben, macht ihn de facto mitschuldig an den Gewalten, die er damit erst provoziert. Ob willentlich oder nicht, übernimmt in einer Kultur der Aggression noch der Schwächste die für ihn passendste Rolle, das allgemeine Gegeneinander zu verstärken. Die scharfsinnigen Köpfe sind hier bloße Instrumente jener Moral, die Tod und Verderben anstelle "schlimmer Lust" und "leichtsinniger Lebensfreude" verbreitet. Die sittlichen Direktiven werden von gröberen Hirnen gegeben, von instinktiven Kennern der Macht. "Zum Beweisen sind die Privatdozenten da." (Walter Rathenau) Wohl gibt es unbotmäßige Geister, die - prompt ihr Lehramt verlieren wie Alfred Weber oder Bertrand Russel, oder einfach "nicht ernstgenommen" werden wie z. b. Wilhelm Reich. Symptomatisch ist es, wenn Vertreter ganzer Disziplinen, wenn deren Ergebnisse unbequem sind, höheren Orts ignoriert werden. So sind in Westdeutschland die Kriminologen von der Mitwirkung an Strafrechtsreformen so gut wie ausgeschlossen.  < (Arno Plack)

 

So gut wie ausgeschlossen sind in Deutschland im politischen Diskurs mittlerweile alle die Vertreter der verschiedenen Wissenschafts-Disziplinen, die nicht neoliberal konforme Ergebnisse liefern. Selbst die Neue Deutsche Richtervereinigung beklagt die Beratungsresistenz der gewählten Politiker.

http://www.nrv-net.de/main.php

 

Aber nicht nur diese Richtervereinigung. Auch fortschrittliche Pädagogen, Sozialwissenschaftler, Volkswirte, Unternehmer, Künstler, ErzieherInnen, Handwerker, Geisteswissenschaftler und Naturwissenschaftler, Ärzte, selbst einige Geistliche und viele andere Menschen schütteln heute die Köpfe ob der euphemistisch so genannten "Beratungsresistenz" der herrschenden Politikerklasse - die m. E. nichts anderes ist als kollektive Ignoranz gegenüber der Natur und dem Menschen oder ist es schlichtes Noch-Nicht-Wissen, wenn wir nicht Böswilligkeit unterstellen wollen ? Aber welche der drei Möglichkeiten auch zutreffen mag, das Ergebnis bleibt das gleiche: Ein Beharren auf aristotelischer, mechanistisch-reduktionistischer Logik - ohne die Kenntnisnahme der harmonikalen Verbundenheit der Menschen mit dem Leben im Universum und miteinander, ohne die Akzeptanz von Bewusstsein, Geist, Denken, Gefühl...  

Die fortgeschrittenste Naturwissenschaft, die Quantenphysik, kommt  - wie die Geisteswissenschaften - nicht mehr ohne die Begriffe Geist, Psyche und Bewußtsein, Erinnerung, Freiheit und Wahl aus. Der Mensch und seine Menschheit sind sowohl Natur- als auch Kulturwesen. Eine politische Bewegung, die dem programmatisch Rechnung trägt, kann nicht versagen.

 

Ganz allgemein formuliert: Der friedliche Weg, aus dem Teufelskreis herauszukommen, in dem wir uns in Deutschland befinden, besteht darin, daß dem Menschen gestattet wird, sich in seiner vitalen Natur zu bejahen und anzunehmen.

 

Der politische Beitrag "wie  die menschliche Energieform,  das ist: > die Leidenschaften <  , die im Kriege zum Ausdruck kommen", umgewandelt werden können, "um Kriege zu vermeiden" , besteht darin, gesellschaftliche Umstände zu fordern und zu schaffen, die es dem einzelnen Menschen ermöglichen, von Kindheit an sein ursprüngliches Liebespotential, das ist: seine vorhandene Fähigkeit zur Liebe,  völlig in der Zeit seines Lebens  zu entfalten oder, anders formuliert, zum Erblühen zu bringen. Denn mit der Entfaltung des individuellen Liebesvermögens wird es dem Menschen ermöglicht, persönlichen Sinn und Bedeutung in seinem Leben zu finden, zu empfinden und zu verstehen.

 

Dass Menschen nicht leben können ohne eine Bedeutung in ihrem Leben , ohne einen Sinn in ihrem Leben entdecken zu können, das sagt auch Dr. Viktor Frankl, der Begründer der Logotherapie, in dem folgenden Film-Interview.

 

Vorab sei daran erinnert, dass Menschen in der heute geschaffenen Gesellschaft mehrfach degradiert und entwürdigt, und so eines Sinnes und einer Bedeutung ihres Lebens beraubt werden:

 

durch die herrschende Wirtschaftstheorie, die weder das Denken noch die Gefühle der Menschen kennt und auch nicht den Wert und die Würde eines Einzelnen; "Jeder ist ersetzbar" , heißt es im Massenproduktionsprozess, der allein auf Gewinnmaximierung zielt; 

 

zum zweiten: die herrschende Schulmeinung beharrt trotz gegenteiliger Beweise darauf, dass der Mensch vom Affen abstamme [siehe "Verbotene Archäologie" Cremo & Thompson; Bechtermünz Verlag ];

 

zum dritten: das mechanistisch-reduktionistische Denken der Kausallogik des Aristoteles in so gut wie allen Natur- u. Gesellschaftswissenschaften des Abendlandes reduziert den Menschen auf eine Ansammlung von Proteinen und biochemisch-elektrischen Prozessen und entwürdigt sein Leben dadurch. Diese furchtbare Wissenschaft erhebt auch einen Alleinvertretungsanspruch auf "die Wahrheit", die darin besteht, die  Analyse der Welt mittels der Kausallogik leisten zu können; dieser Anspruch ist allerdings im Licht moderner Naturwissenschaft (Quantenphysik) unhaltbar und im Licht der Geisteswissenschaften auch. Weiterhin ist diese Haltung unwissenschaftlich, denn wissenschaftliches Denken und Arbeiten setzt voraus, dass die aktuelle Theorie durch Beweise entweder erhärtet oder falsifiziert werden kann - nicht aber "allein selig machend" ist.

  

Mittlerweile haben wir aber genügend Beweise, dass das mechanistisch-reduktionistische Denken in aristotelischer Kausallogik nicht dazu geeignet ist, die Probleme der Menschen zu lösen oder gar unsere Gesellschaft harmonisch zu ordnen. Im Gegenteil haben wir genügend Beweise dafür, dass ein neues Bewußtsein Raum greifen muss in den Köpfen der Menschen, damit unsere Spezies überlebt. Denn das mechanistisch-reduktionistische Denken hat zu den Übeln unserer Zeit erheblich und verantwortlich beigetragen.

Die propagierten "Werte" der Herrschenden , wie Privatisierung des Staates, Haushaltskonsolidierung des Staates, Profitmaximierung  und Wirtschaftswachstum - um nur einige zu nennen - führen erst zu dem Elend, das heute beklagt werden muss.

    

Nur Ignoranten übersehen, dass Denken und Fühlen zum Menschen gehören wie seine Körperglieder. Das Verhalten der Schulwissenschaft ist vergleichbar dem Verhalten der katholischen Kirche und ihrer furchtbaren Inquisition.       

 

Die Menschen, die solcherart gedemütigt sind  und einem sinnlosen Leben anheim gegeben, die ausgeliefert an sinnlose Marktkräfte und lebensferne Institutionen sind, greifen oft zur Gewalt. Warum? Gewalt ist ein Mittel , um sich Beachtung zu verschaffen - wie uns zahllose Fernseh- u. Kinofilme immer wieder zeigen; aber auch die Welt-Politik bedient sich wieder des Krieges als Mittel, um hausgemachte Probleme zu lösen. Hätten beispielsweise die USA eine eigene Energieversorgung und wären nicht auf Ölimporte angewiesen, dann wären ihre Interessen im Nahen Osten nicht so wichtig für sie, dass sie das Leben ihrer Jugend und anderer Menschen dort sinnlos in Kriegen vernichten würden. Das Gleiche gilt für Deutschland und alle anderen Nationen.

 

Viele junge Menschen greifen heute angesichts der angeblichen, erst durch die Schulwissenschaft verursachten, Sinnlosigkeit ihres individuellen Lebens,   zur Gewalt, um auf sich und ihre innere Not aufmerksam zu machen. Sicher ist Gewalt das völlig falsche Mittel, - aber wir werden weitere Gewalttaten ( z. B. an den Schulen ) nicht verhindern können, wenn wir als Gesellschaft so weiter machen wie bisher und das Denken und das Fühlen der Menschen ignorieren.

 

Die herrschende Gesellschaftsordnung reduziert den Menschen auf ein bloßes Ding. Sie spricht ihm die berechtigten Ansprüche seiner Leiblichkeit ab, indem Triebe als sündhaft erklärt werden UND seine Geistigkeit, indem die Schulwissenschaft diese entweder ignoriert oder aber den Körper als bloßen "Träger" des Geistes degradiert, der allerdings  in den Augen dieser Brotgelehrten  nicht mehr ist als eine Ansammlung von biochemisch-elektrischen Prozessen und Impulsen.

   

Noch kürzer gesagt: Die herrschende Gesellschaftsordnung reduziert den Menschen auf ein Ding, indem die Triebstruktur des Menschen ignoriert wird und indem seine geistig-seelischen Bedürfnisse ignoriert werden.

*

Über Freud hinaus: Logotherapie

Die Worte logos, Licht und Laut gehen auf die gleiche sprachliche Ur-Wurzel zurück ( Jean Gebser) , auf l-e-g. > Der immer wieder zu zitierende Jean Gebser hat die zentrale Bedeutung dieser sprachlichen Ur-Wurzel aufgezeigt. Hier sind einige wenige der zahllosen Worte, die sich aus ihr herleiten: Lux, Licht, logos, lychne ( griech. Leuchte) lucere ( lat. Leuchten) , auch das deutsche Wort leuchten natürlich,  lex (lat. das Gesetz) , lesen (das ein inneres Hören ist ) , das griechische legein ( reden, lesen, zählen ), das seinerseits die Wurzel des lateinischen Wortes religio - die Religion - geworden ist.wie gesagt, all dies und noch viel mehr hat sich aus der Silbe leg entwickelt. [.] Die Spiegelwurzel der Sprachforscher  zu leg ist regh, die die Ur-Wurzel nicht einfach nur negiert, sondern deren Bedeutung in andere Dimensionen hineinspiegelt - in unserem Falle konkretisiert sie das Licht. Aus ihr ist rex, der König, regula, die Regel, Recht und rechts und richten entstanden, aber auch das griechische oregein, sich strecken, zielen, trachten, das seinerseits mit dem Wort drche, Anfang, verwandt ist. < Zitiert nach: Behrendt; Nada Brahma; Die Welt ist Klang.

 

[ Anm. Jäger: Oregein  ist auch ursprünglich verbrüdert, möchte man sagen, mit dem englischen origin, der Ursprung. Die Kelten hatten einen Gott namens Lug, der Lichtgott also, der Gesetzgeber, der Ursprüngliche.]

 

In der Bibel steht im Originaltext: En archen en ho logos - Im Anfang war das - tja, können wir hier jetzt noch  logos einfach  mit "Wort"  übersetzen ?  Wohl kaum. Wir haben immerhin die oben genannten weiteren Wortentwicklungen, die Konnotationen und die Sprachgeschichte mit zu berücksichtigen. Deshalb können wir auch übersetzen: Am Anfang war das Licht, das Leuchten, das Gesetz... der Klang des Wortes ... der Hauch ... 

 

> Diese Überlieferung der Genesis wird von der modernen Kosmologie vollauf bestätigt. Denn die Kosmologen behaupten heute, gestützt auf die Allgemeine Relativitätstheorie, daß das Universum am Anfang von sehr heißer elektromagnetischer Strahlung - und n u r von solcher - erfüllt war: von Photonen, also - von Licht. Charon: " Wie aus der Bibel, so erfahren wir auch von den Astrophysikern, daß die Materie erst nach der Erschaffung des Lichtes entstanden ist."

Dieses Licht aber, das Photon, läßt sich leichter als Geist und Gedanke denn als Materie oder Energie bestimmen. Im Anfang also - auch das bestätigt die moderne Physik, war der Geist, der Logos .  Und gerade an dieser Stelle sollte daran erinnert werden, daß das Wort logos im Griechischen auch "Proportion" bedeutet ! < zitiert nach Behrendt, s. o.

 

[ Anm. Jäger: Eine Proportion ist aber ein Verhältnis; etwas verhält sich zu etwas anderem oder sich selbst - eben in einem Verhältnis. Die Logotherapie setzt also den Menschen in ein Verhältnis - zu was ? Zu sich selbst und zum Leben, zum Licht, zum Klang, der sowohl in der eigenen Stimme ist, als auch in der Welt, aber auch zum Gesetz, zum Geist, zur Regel und zum Ursprung.        

 

Die Logotherapie Dr. Frankl' s geht über Sigmund Freud' s Psychoanalyse hinaus, weil sie besagt, daß der Mensch nicht allein nach Sex, Macht und Glück strebt. Dies Streben sei nur Ersatz für das unerfüllte Sinnstreben  der Menschen, sagt Dr. Frankl.

    

Wenn wir unter dem Streben nach Glück auch das nach sinnlicher Befriedigung verstehen, so hat die Logotherapie den Menschen von der von vielen vermuteten und zu Recht mit Skepsis betrachteten Fixierung auf die Sexualität befreit. Der Mensch ist nicht allein ein durch Triebe gesteuertes  Tier. Der Mensch ist ein soziales Wesen, das frei sein will und muss, nach Sinn sucht und nach Licht, nach Gesetz und Ursprung, nach Proportion, nach einem Verhältnis, einem richtigen Verhältnis zu sich selbst, anderen Menschen  und der Natur.

 

Im nun folgenden Film erläutert Dr. Frankl auf die Frage was genau ein bedeutungsvolles Leben, ein sinnvolles Leben sei, folgendes:

 

Dr. Viktor Frankl:

"Ein Leben hat drei Haupt-Chancen, um sinnvoll zu werden: nämlich: eine Tat zu tun oder eine Arbeit zu verrichten; zweitens: indem man Erfahrung mit Etwas oder Jemandem sammelt; Etwas bezieht sich auf die Natur oder die Kultur, Jemand bezieht sich auf einen anderen Menschen, den wir lieben. Leben könne sinnvoll werden durch Arbeit oder durch Liebe, so Dr. Frankl. (Hier kommt das Ethos der Liebe ins "Spiel" !)

 

Frankl weiter: "Wenn man mit einer unveränderbaren Situation konfrontiert ist, einer Situation, die Leiden bewirkt, selbst dann kann man aus dieser Situation noch sozusagen "Sinn oder Bedeutung  heraus quetschen", durch die Haltung, die man in dieser Situation einnimmt."

Frage: "Ist das alles, worum es in der Logotherapie geht?"

Antwort Dr. Frankl' s : "Nein, aber das ist ein sehr wichtiger Aspekt der Logotherapie."

 

Frage: "Wo kommt da die Religion ins Spiel?"

Antwort Dr. Frankl' s : "In Kontrast zur Psychoanalyse Sigmund Freud' s oder auch zu den Lehren Alfred Adlers sieht die Logotherapie den Menschen als ein Wesen an, das nicht dominiert wird durch ein Streben nach Glück, auch nicht durch einen Willen zur Macht, sondern als ein Wesen mit dem Willen zum persönlichen Sinn, mit dem Willen zur Bedeutung; und das Streben nach Sinn ist ein fundamentaler Faktor im Leben eines Menschen; die Logotherapie sieht den Menschen als Wesen, das um seine Bedeutung, um seinen Sinn kämpft oder eben frustriert ist  in seinem Willen nach Sinn; das frustriert sein kann und enttäuscht,  weil man in der Gesellschaft keinen Platz für Sinn und Bedeutung hat, oder, besser gesagt: weil man in der Gesellschaft kein Sinn-Angebot findet und deshalb auf der Sinnsuche scheitert.

 

Wenn wir den Menschen definieren als ein Wesen , das nicht nach Sinn sucht, kommt die Religion ins Spiel; sie liefert so etwas wie einen "ultimativen Sinn" - [ also nur einen Lebens-Sinn für alle Menschen - kurz: Ein Dogma wird errichtet. ] Ein religiöses Individuum ist nicht damit zufrieden, eine sinnvolle Arbeit auszuführen; es wird einen ultimativen Sinngeber installieren, das ist die Göttlichkeit."

 

Wir können jetzt die psychologischen "Mechanismen" nachvollziehen: wenn ein von Natur aus nach persönlichem Lebenssinn strebender Mensch in diesem Sinn-Streben frustriert wird, wendet er sich dem Ersatzstreben nach Glück - in all seinen vergänglichen Formen - und / oder dem Streben nach Macht über andere Menschen zu.

 

FILM von Dr. Frankl "Ultimate meaning and religion" von youtube.com eingestellt.

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Im nächsten Interview sagt die Journalistin:

"Manchmal hat man den Eindruck, dass manche Leute mehr zu leiden, mehr zu tragen  haben als andere. Müssen diese Menschen sich nicht nach einiger Zeit fragen, ob sie immer noch weiter nach Bedeutung suchen sollen?"

Antwort Dr. Frankl' s:

"Sie werde es kaum glauben. Mir kommt in den Sinn, was strikt empirisch einwandfrei erforscht wurde; es geht um eine Studie, die vor ein paar Jahren von zwei Psychologen veröffentlicht wurde; es kam heraus, das Menschen, die wussten, dass sie bald sterben würden, einen größere Wahrnehmung für Bedeutung, für Lebens-Sinn haben als "normale" Leute. Der Dekan der University of Texas schrieb mir von einem Mädchen, das vom Kopf ab gelähmt war und nur mit dem Mund schreiben konnte; sie las täglich Zeitungen und sah auch fern; und sobald sie in den Nachrichten auf einen Menschen in tragischer Lebenssituation stieß,  schrieb sie diesem Menschen mit dem Mund, der einen Stift auf die Schreibmaschine führte,  einen Brief mit einem  Trost- und Hilfsangebot - und das ist glaubwürdig. Der Dekan schrieb mir auch, sie sei voller Vertrauen, sie habe eine starke Wahrnehmung von Verbundenheit und Sinn in ihrem Leben;  während andere, die unter den bestmöglichen Lebens-Bedingungen keinen Sinn für sich entdecken können, sich das Leben nehmen , weil sie frustriert sind.

 

Diese Menschen sind in einem existentiellen Vakuum gefangen: in totaler Bedeutungs- u. Sinnlosigkeit und Sinn-Leere;  ich beschrieb das in einem Buch von mir; dieses Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit greift seit 1955 immer weiter um sich, in kommunistischen Staaten genauso wie in kapitalistischen Staaten und der sogenannten Dritten Welt. Es handelt sich um das von mir so genannte Leiden am existentiellen Vakuum."

Frage: "Sagen sie also, um Sinn zu erfahren, müsse man leiden?"

Frankl: "Ich würde nicht sagen, dass Leiden notwendig ist. Was ich sage, ist nur: Lebens-Sinn kann unter allen Umständen im Leben gefunden werden. Sogar unter den unvorstellbarsten Bedingungen. Unter Bedingungen von unheilbaren Krankheiten - dann ist man eben aufgerufen, sich behandeln zu lassen, oder unter Erkrankungen der Psyche - dann sucht man Hilfe beim Therapeuten,     und schließlich, wenn man mit gesellschaftlichen,  krankmachenden Situationen konfrontiert ist, dann sind Sie aufgerufen, die Situation zu verändern - sie sind aufgerufen, den Grund ihres Leidens zu entfernen - beispielsweise auch durch politische Aktionen. Aber lassen sie mich in diesem Zusammenhang eine Feststellung treffen, die ich neulich auch den  Studenten und Professoren an der Karl-Marx-Universität mitteilte: ich war dort für einige Zeit eingeladen, konnte aber nur kurz kommen; ich sagte ihnen: Glauben sie nicht, dass ich aus dem Westen gekommen sei, um ihnen irgendwelche politischen Meinungen mitzuteilen - nein; ich komme nicht als Politiker; ich spreche zu ihnen auf einem meta-politischen Niveau; das bedeutet, ich nehme weltweit nur zwei Arten von Politikern wahr: der eine Typ ist der, der glaubt, der Zweck heilige die Mittel;  der andere Typ ist sich bewußt, dass es Mittel zum Erreichen von Zielen gibt, die selbst das edelste Ziel entwerten. Die Leute dort applaudierten. [.] Ich habe als Arzt die Verantwortung, auf der ganzen Welt jedem Ruf nach Hilfe nachzukommen; der hypokratische Eid verpflichtet mich dazu, jedem Individuum eine Kur und Therapie anzubieten, wenn es mich einlädt."

 

Frage: "Dr. Frankl, wie sie wissen, leben wir in einer schwierigen Zeit [ Schon in den 1970' er Jahren war es eine schwierige Zeit zu leben ! Anm. v. Jäger]. Ökonomische Krisen, Zahlungsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit, die politische Zukunft ist weit entfernt davon, sicher zu sein - haben sie eine Botschaft für uns, die uns Hoffnung und Bedeutung geben kann?"

Frankl: "Die einzige Botschaft, die ich liefern kann, ist: ein Prinzip, das ich befolgt habe, als ich all die Zeit in Auschwitz einsaß: die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ich Auschwitz überleben würde, betrug 29 zu 1; und ich hatte das Gefühl, dass es so sei; ich übernahm - später - das Prinzip von Sir Karl Popper, dessen philosophischer Kern besagt: man kann eine Hypothese nicht beweisen, man kann sie nur widerlegen. Als ich ( in Auschwitz) so dachte, kannte ich ihn und seine Philosophie noch nicht - ich lernte ihn erst später persönlich kennen - aber ich sagte mir: Viktor, die Chancen zu überleben sind sehr, sehr niedrig, sehr klein, möglicherweise wirst du in die Gaskammer gebracht, - aber es gibt niemanden, der mich überzeugen kann oder es mir zu 100 Prozent  garantieren kann, dass ich nicht überlebe und in die Gaskammer gebracht werde. So lange ich keine Garantie habe, dass ich in den nächsten Tagen sterben werde, fahre ich fort mich so zu verhalten und so zu handeln, als würde mir dies Schicksal erspart."

                

Film: Dr. Frankl III von youtube.com eingestellt.

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Schlussfolgerungen :

Das ETHOS DER LIEBE als politisches Programm: 

 

Der allgemeine Grundsatz, die allgemeine Richtung  neuer Politik:

Eine neue Politik akzeptiert im klaren Bewußtsein über die Natur des Menschen und des Kosmos, sowie im Bewußtsein über die gegebenen sozialen und Umwelt- Bedingungen: Menschen streben natürlich nach individuellem Lebens-Sinn, nach Glück und nach Macht.

*

Auffächerung und Befriedigung dieses Strebens: 

Das Bewußtsein des Menschen wird nicht länger aus dem politischen Prozess ausgeklammert; neue Politik akzeptiert die Existenz des Geistes, akzeptiert Menschenwürde und Menschenfreiheit, da die Freiheit und die Liebe  bereits auf atomarer Ebene von der Natur her gegeben sind, wie unter anderem die Quantenphysik und die Astrophysik beweisen; sie akzeptiert die unauflösliche Verbundenheit und Verwandtschaft des Menschen mit dem Kosmos vermittels der harmonikalen Strukturen ; Theorien, die diesem Bewußtsein nicht Rechnung tragen, werden als nicht zielführend - in Richtung auf ein harmonisches, freiheitliches, demokratisches, umweltbewusstes Ganzes  -verworfen.  

 

Dem Streben der Menschen nach individuellem Lebens-Sinn wird entsprochen, indem die Allgemeinen Menschenrechte in Verfassungsrang erhoben werden. Das Recht auf Arbeit, die Freiheit der Berufswahl, kostenlose Bildung, bzw. das materielle Befähigen zur Bildung, usw. sind hier eingeschlossen. Ich verweise auf den Text der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte zur Erläuterung dieser Rechte. 

 

Dem Streben nach Glück innerhalb der arbeitsteiligen Gesellschaft wird entsprochen, indem der Staat ihm Vorschub leistet mittels eines bedingungslosen Grundeinkommens, das die Befriedigung der in den Allgemeinen Menschenrechten vorgesehen individuellen Freiheiten - das heißt auch: die Teilnahme am sozialen Leben für jeden Menschen - gewährleistet. Die Zahlung eines Grundeinkommens ist begründet - analog - begründet, in der Verwandtschaft aller Menschen, die ein harmonisches Ganzes anstreben. Weiterhin ist es begründet in der Achtung vor jeglichem Leben, da alles Leben mit Geist erfüllt ist; weiterhin ist es begründet in der Anerkennung der Tatsache, dass Menschen in einer arbeitsteiligen Gesellschaft unverschuldet in Not geraten können; es ist auch begründet in dem Lebensrecht von Menschen und es ist begründet in den allen Menschen zustehenden Allgemeinen Menschenrechten. Weiterhin ist es kybernetisch begründet in Anerkennung der Tatsache, dass Armut zu Verelendung führt, die sich nicht nur auf die einzelnen Menschen, sondern auf die gesamte Gesellschaft nachteilig auswirkt.    

 

Dem Streben nach Macht wird entsprochen, indem regelmäßig freie, gleiche und geheime Wahlen und Volksabstimmungen  durchgeführt  werden.

Es wird angestrebt, die Direkte Demokratie in Deutschland einzuführen, damit jede deutsche Stimme gehört wird. Durch die harmonikale Verwandtschaft des Menschen mit allen anderen Phänomenen des Universums ist einsichtig, dass es im Sinne der natürlichen Ordnung ist, wenn alle Menschen ihre Stimme - nicht abgeben - sondern in ihrer Gemeinde zu politischen Fragen  erheben können, da alle Töne, alle Stimmen im harmonischen Zusammenklang des Seins ihre Bedeutung und ihren Sinn haben. Die Tonleiter wäre unvollständig, wenn ein Ton, beispielsweise ein C oder ein A ,  fehlen würde. Analog dazu wäre es innerhalb des demokratischen , politischen Prozesses geradezu menschenverachtend, wenn nicht alle Stimmen in einer Gemeinschaft erklingen und gehört werden würden.       

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Weitere politische Konkretisierungen:         

Die Einführung der Direkten Demokratie auf allen drei inneren politischen Ebenen: lokal, regional und bundesweit wird angestrebt;

die entsprechenden Staats-Verwaltungen haben dann die Aufgabe, entspr. Problemlösungs-Modelle entgegen zu nehmen, auszuarbeiten, die Menschen darüber zu informieren und ihnen zur Abstimmung  fristgerecht und mit genügend Zeit, um diese selber zu prüfen, vorzulegen.

Das bedeutet: mehr Mitbestimmung für die Menschen in ihren Heimatorten über die zu treffenden Maßnahmen der Stadt, der Kommune oder des Bundeslandes per Abstimmung über die vorgelegten Möglichkeiten.

EU Belange und außenpolitische Maßnahmen müssen ebenfalls bundesweit nach dem o. gen. Muster behandelt werden, d. h. das Deutsche Volk stimmt über EU- und außenpolitische Fragen ab.

Es wird für das Deutsche Volk  ein Grundeinkommen mit abzugsfreier Zuverdienstmöglichkeit eingeführt; Hartz 4 und alle anderen Zwangsgesetze werden hierdurch abgeschafft. Das Gesetz dazu  muss den Bürgern die Möglichkeit bieten, einen Hinzuverdienst durch Teilzeitarbeit zu erwerben; weiterhin muss das Gesetz vorsehen, dass Menschen, die das Grundeinkommen nicht ohne Gegenleistung beziehen wollen, von ihrer Heimatstadt oder Kommune eine Arbeitsgelegenheit bekommen, die mehr Einkommen als die Zahlung des Grundeinkommens ermöglicht.

*

Das Folterverbot wird in Verfassungsrang erhoben.

*

Es wird eine Steuerreform verabschiedet, die die Großunternehmen und Großverdiener  wieder zu aktiven Steuerzahlern macht; kleine und mittlere Einkommen werden entlastet; Familien mit Kindern erhalten eine besondere steuerliche Förderung mit einem Erziehungsgeld, wie es in dem Steuerkonzept von Dr. Meemken > Eine strukturierte Mehrwertsteuer als Antwort auf die Globalisierung < vorgesehen ist.    

*

Familienförderung: wie bereits oben gesagt, werden Familien mit Kindern steuerlich bevorzugt. Dies gilt auch für Alleinerziehende, bzw.  solche Eltern, die ihre Kinder getrennt lebend erziehen. Familie ist nicht nur, wo ein Trauschein ist, sondern überall da, wo Kinder sind.

*

Die Bundeswehr kommt zurück nach Hause; außenpolitisch: keine Teilnahme  an Militäreinsätzen außerhalb des NATO Gebietes; keine Teilnahme an Angriffskriegen fremder Mächte - auch nicht der EU; kein Bundeswehreinsatz im Innern.

*

Umweltschutz: der Erhalt der natürlichen Umwelt und die Rückführung großer Gebiete in einen natürlichen Zustand ist Aufgabe des Staates; alle Arten von Leben stehen unter seinem ausdrücklichen Schutz.  

*

Die Polizei wird personell und sachlich verstärkt und die Prävention von Verbrechen ausgebaut; hierzu fließen die Erfahrungen der Praktiker der Polizei in die neue Gesetzgebung ein;  

*

Änderungen im Familienrecht zur Stärkung der Elternrechte;

*

die Kulturförderung wird deutlich erhöht; mindestens um das Fünffache;

*

Umweltschutz wird forciert; alternative Energie wird gefördert;  

*

Bildung kostenlos  für alle;

mehr Geld, Lehrer, Sachmittel ins Bildungssystem;

Kulturförderung schon in den Schulen; die  Unterrichtspläne sind zu überarbeiten; musischer Unterricht ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit, um die persönliche Sinnsuche der jungen Menschen zu fördern;

 

Bildungsinhalte: Ethikunterricht, Geschichte der Menschenrechte in Europa; das Kennen lernen aller  Weltreligionen; Beschäftigung mit Mythologie (zuerst die heimische, später, evtl. als Wahlfach,  die Mythen anderer Völker)  ;

*

Gesundheitsreform: alle Arbeiter, Angestellten , Beamten u. Selbstständigen zahlen in EINE Kasse;

private Krankenkassen sind weiterhin zugelassen;

staatliche Versicherungen für:  Arbeitslosigkeit, Rente, Krankheit, Erwerbunfähigkeit, Pflege;

alternative Heilmethoden werden zugelassen; Prävention erhält den höchsten Stellenwert in der Medizin;

*

Vergesellschaftung von Energieunternehmen - in kommunales Eigentum, versteht sich;

*

Rentner und Pflegebedürftige werden besser versorgt;

*

eine Verfassung für Deutschland  wird angestrebt;

*

Rück-Vergesellschaftung allen privatisierten öffentlichen Eigentums;

*

Die BAHN  bleibt  Gemeineigentum, bzw. wird dahin zurück geführt, falls sie privatisiert wurde;

*

Die völlige Entflechtung von Kirche und Staat. Die Kirchen können sich mittels der Menschen, die bereit sind, ihnen Geld zu geben, am Leben erhalten. Aber der Staat darf sich nicht mehr zum Geldeintreiber der Religionen machen, - keiner einzigen. Wenn die Menschen irgendeine Religion als notwendig für ihr Leben betrachten, werden sie den religiösen Institutionen für deren Arbeit freiwillig Geld spenden. Der Staat als Gesellschaft von Menschen, die dem Ethos der Liebe verbunden sind, stellt sich aber auch dem Tun der Religionen nicht in den Weg, sofern dies Tun verfassungskonform ist. Dies ist ein Gebot der Toleranz gebildeter, geistiger Menschen, die erkennen und akzeptieren, dass Geistigkeit, dass Spiritualität zum Menschenwesen und zur Natur  gehört. 

*

Förderung regionaler ethnischer und republikanischer  Identitäten in Deutschland; Pflege der Mundarten und der lokalen und regionalen Traditionen, um der Heimatliebe der Menschen Rechnung zu tragen und ihre Identität zu stärken;

*

der Strafvollzug wird humanisiert unter Einbeziehung der Erfahrungen der Praktiker;

*

auf internationaler politischer Ebene wird eine reformierte UNO angestrebt, in der alle Nationen eine Stimme haben, sofern globale Belange in Rede und zur Abstimmung stehen; insb. Umweltthemen gehen alle an; ..  

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Diese Programmatik kann nur ein unvollständiger Ausblick auf die zukünftige Gestaltung der gesellschaftlichen Bedingungen sein; diese Programmatik bedarf der weiteren Ausarbeitungen unter der Prämisse, der conditio sine qua non des Ethos der Liebe und dem Grundsatz neuer Politik: Eine neue Politik akzeptiert: Menschen streben nach individuellem Lebens-Sinn, nach Glück und nach Macht.

Die Programmatik ist nicht vollständig, sicher habe ich etwas vergessen, - aber ich habe nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet. Alle Leser sind aufgefordert, ihre Ideen  hinsichtlich der Transformation der Industriegesellschaft auf der Basis des Ethos der Liebe einzubringen. 

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Es sage niemand, die Verwirklichung des Ethos der Liebe als Gesellschaftsform wäre organisatorisch nicht zu leisten. Dem wäre entgegen zu halten, dass das deutsche Volk Meister ist in der effizienten Organisation. Exportweltmeister, wie es Deutschland mehrmals in Folge geworden ist und diesen Rang auch zur Zeit inne hat, wird man nicht mit mangelnder Organisationsfähigkeit.

 

Nehmen wir uns beispielsweise einen Zeitraum von 10 oder 15  Jahren vor, in dem die einzelnen Schritte zu gehen wären, ist das aber immer noch eine vernünftige Zukunftsperspektive, die für fast jeden Menschen im Erwartungshorizont seines Lebens liegt.

 

Zum Verwirklichen des Ethos der Liebe bedarf es nicht der Überwindung von vitalen Trieben, es bedarf nicht der täglichen Niederringung spontaner Denk- oder Gefühlsimpulse; es bedarf nicht der Verleugnung der eigenen Begabungen, Emotionen, Interessen und Neigungen. Es bedarf nur des Gewährenlassens.          

*

Man sollte folgendes verstehen : für die soziale Transformation bedarf es eines Zeitplans; denn das oben Genannte geht nur Schritt für Schritt - wenn wir uns vergegenwärtigen, das es heftigen Widerstand gegen diese langfristige Neuausrichtung der Gesellschaft geben wird.

*

Die Programmatik des Ethos der Liebe bietet eine sinnvolle Alternative zur gegenwärtigen Politik, weil dies Ethos  auf anthropologischem Grund steht und die Naturgesetze berücksichtigt , sowie die unauflösliche Verbundenheit des Menschen mit dem Kosmos und seine geistigen  Fähigkeiten akzeptiert.     

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Klaus Jäger; verfasst im November 2007

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